Deutscher-Polnischer Besuch
Gais. Letzte Woche begrüsste der Ausserrhoder Oberförster Heinz Nigg eine Delegation von deutschen und polnischen Forstleuten zum Gedankenaustausch in Gais.
Nigg überbrachte dabei auch die Grüsse der Leiterin des Departements für Volks- und Landwirtschaft, Frau Regierungsrätin Marianne Koller. Forstleute aus dem polnischen Forstamt Milicz, Niederschlesien, sind zur Zeit Gast beim Bayerischen Amt für Landwirtschaft und Forsten Kempten im Allgäu. Im Rahmen einer Exkursion besuchten sie zusammen mit den bayerischen Kollegen den Kanton Appenzell Ausserrhoden.
Im Zentrum des Interesses stand die kantonale Forstorganisation und der Gemeindeforstbetrieb. Revierförster Manfred Hutter führte durch seinen Betrieb und zeigte seinen Arbeitsbereich auf.
Neben der Pflege und Nutzung des Gemeindewaldes, der Betreuung der Privatwaldbesitzer und der Ausübung von hoheitlichen Aufgaben im Auftrag des kantonalen Oberforstamtes ist die Forstequipe von Gais u.a. auch zuständig für den Winterdienst, betreut eine grosse Holzschnitzelheizung für den Wärmeverbund Rotwis, führt Spezialholzerei und Baumpflege in Gärten und Parks im bewohnten Gebiet durch und erstellt Holzsperren für den Wildbachverbau.
Diese Breite der Aufgaben beeindruckte die ausländischen Kollegen, sind sie doch praktisch ausschliesslich im engeren Forstbereich tätig. Es wurden aber auch Gemeinsamkeiten festgestellt. So haben in Polen die Förster neben den betrieblichen Aufgaben auch hoheitliche Funktion.
Als Forstpolizei sind sie eigentliche Respektspersonen im Wald. In Bayern geht der Trend der öffentlichen Forstbetriebe eindeutig auch in die Richtung einer Diversifizierung der Aufgaben.
Diskutiert wurde auch die regionale Wertschöpfung aus der Holzproduktion. Dazu wurde die Holzbaufirma Nägeli AG in Gais besichtigt. Geschäftinhaber Hannes Nägeli zeigte, wie mit dem Einsatz von modernster Technologie das einheimische Holz zu einem innovativen und zukunftsgerichteten Baustoff wird.
Die Forstleute waren sich einig, dass dies die richtige Strategie ist. Der Trend zum natürlichen, gesunden Werkstoff Holz für den Hausbau und die regionale Verankerung der gesamten Produktionskette ist trotz Globalisierung in allen drei Ländern sehr aktuell.



























