Deutsche Pfarrer: Wie weiter?
AR. Immer öfter bewerben sich Priester aus dem Ausland in Pfarreien in Ausserrhoden. Der Kirchenrat hat sich nun dem Thema angenommen.
Vermehrt sehen sich Kirchgemeinden, die eine Stelle ausschreiben, Bewerbungen von Pfarrpersonen aus deutschen Landeskirchen gegenüber. Um die Integration und die Einführung in das kirchliche und kulturelle Umfeld der Schweizer Kirche und den appenzellischen Verhältnis zu unterstützen hat der Kirchenrat ein Konzept verabschiedet, das die Begleitung von Pfarrpersonen mit ausländischen Abschlüssen beinhaltet.
Die Regelung basiert weitgehend auf den Empfehlungen der Konkordatskonferenz der reformierten Deutschweizer Kirchen. Das Konzept sieht ein Mentorat und eine beurteilende Begleitung vor und dauert zwei Jahre, während dieser Zeit kann nur eine provisorische Anstellung erfolgen. Regelmässige Gespräche sollen der ausländischen Pfarrperson das Einleben erleichtern und die Möglichkeit bieten, das neue kirchliche Umfeld zu reflektieren. Abschliessend findet ein Kolloquium statt, bei erfolgreicher Absolvierung erfolgt danach die Erteilung der kantonalen Wahlfähigkeit. Für die beurteilende Aufgabe hat der Kirchenrat Johannes Stäubli, Ausbildungs- und Gemeindepfarrer in Waldstatt, beauftragt. Die Gesamtkosten tragen zu gleichen Teilen die Landeskirche und die betreffende Kirchgemeinde.
Datenschutz und Archive
Nach Ablauf der unbenutzten Referendumsfrist wurden die beiden Reglemente Datenschutz und Archive vom Kirchenrat auf den 1. Juni in Kraft gesetzt. Gleichzeitig wurde Dr. Urs Glaus, St. Gallen, als Datenschutzkontrollorgan gewählt. Glaus gilt aus ausgewiesener Datenschutzfachmann und übt die gleiche Funktion auch für den Kanton Appenzell Ausserrhoden aus.
Wahlen in Kommissionen
Im Laufe der vergangenen Zeit wurden vom Kirchenrat folgende Wahlen in verschiedene Gremien vorgenommen: Walter Feurer, Heiden, Pfarrer und Psychologe, in die Begleitkommission der Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen; Britta Ueberschaer, Pfarrerin in Speicher, in die Kommission Weltweite Kirche und Gesellschaft; und als Leiterin der Fachstelle weltweite Kirche und Gesellschaft Erica Hunziker MacDonald, Teufen. Die Vertretung der appenzellischen Landeskirche in der Frauenkonferenz des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes wird nach dem Austritt von Doris Brodbeck per sofort von Kirchenrätin Dorothee Dettmers Frey wahrgenommen.
Nutzungsvertrag genehmigt
Im Weiteren hat der Kirchenrat im Rahmen seines gesetzlichen Auftrages die Nutzungsvereinbarung für die Kirchengebäude in der Gemeinde Wald zwischen der politischen Gemeinde und der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde genehmigt. Und im Rahmen seiner Funktion als Aufsichtsorgan die Rechnung und den Jahresbericht der Kapelle Schwägalp sowie die Reglemente der Kirchgemeinden Trogen und Wald genehmigt.



























