Deutliches Wachstum der Wohnbevölkerung
TG. Die Dienststelle für Statistik des Kantons Thurgau meldet ein deutliches Wachstum der Wohnbevölkerung und eine Zunahme des Ausländeranteiles.
Die Thurgauer Wohnbevölkerung nahm im Jahr 2007 um 1,1 Prozent zu. Damit war der Zuwachs weit höher als im Vorjahr (0,4 Prozent). Vor allem die Zentren zogen zusätzliche Wohnbevölkerung an. Zugenommen hat insbesondere die ausländische, allen voran die deutsche Wohnbevölkerung. Die Altersstruktur verschob sich weiter nach oben.
Ende 2007 hatten 237 514 Personen ihren ständigen zivilrechtlichen Wohnsitz im Kanton Thurgau – rund 2630 Personen oder 1,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit fiel der Zuwachs weit deutlicher aus als im Jahr 2006. Damals nahm die Thurgauer Wohnbevölkerung um 0,4 Prozent zu.
Stärkstes Wachstum in Bezirken Kreuzlingen und Steckborn
Am stärksten nahm die ständige Wohnbevölkerung im Bezirk Kreuzlingen mit einem Plus von 1,7 Prozent zu, gefolgt von den Bezirken Steckborn (+1,5 Prozent), Arbon (+1,3 Prozent) und Weinfelden (+1,2 Prozent). Im Bezirk Frauenfeld entsprach das Wachstum mit 1,1 Prozent genau jenem des Kantonsdurchschnitts. In den Bezirken Münchwilen und Bischofszell wuchs die ständige Wohnbevölkerung unterdurchschnittlich, im Bezirk Diessenhofen stagnierte sie gar.
Zuwachs vor allem in den Zentren
Im Jahr 2007 waren es wiederum vor allem die Zentren, die zusätzliche Wohnbevölkerung anzogen. Mit Ausnahme von Amriswil nahm die Bevölkerung in den acht grössten Gemeinden des Kantons deutlich zu, allen voran in Kreuzlingen, Weinfelden und Aadorf. Rund drei Viertel der Thurgauer Gemeinden verzeichneten innert Jahresfrist einen Bevölkerungszuwachs. Am stärksten wuchs die ständige Wohnbevölkerung prozentual in Mammern, Salenstein, Wilen und Uttwil. Absolut (das heisst in Anzahl Personen) nahm die Bevölkerung in Kreuzlingen, Frauenfeld, Weinfelden, Aadorf und Arbon am stärksten zu.
Anteil ausländischer Bevölkerung knapp 20 Prozent
Ende 2007 zählten im Thurgau knapp 46 600 Personen ausländischer Nationalität zur ständigen Wohnbevölkerung. Dies entspricht einem Anteil von 19,6 Prozent. Innert Jahresfrist nahm die Zahl der Ausländerinnen und Ausländer in der ständigen Wohnbevölkerung um 1427 Personen zu. Mit einem Plus von 3,2 Prozent fiel der Zuwachs bei der ausländischen Wohnbevölkerung deutlich stärker aus als in den Vorjahren. Überdurchschnittlich stark wuchs die ausländische Wohnbevölkerung in den Bezirken Kreuzlingen (+4,8 Prozent) und Steckborn (+4,5 Prozent).
Deutsche Wohnbevölkerung bedeutendste Gruppe
Die Zunahme der ausländischen Wohnbevölkerung im Jahr 2007 war vor allem auf deutsche Staatsangehörige zurückzuführen. Die deutsche Wohnbevölkerung nahm innert Jahresfrist im Kanton Thurgau um rund 1610 Personen oder knapp 16 Prozent zu. Seit 2001 hat sich die ständige deutsche Wohnbevölkerung beinahe verdoppelt. Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit bildeten Ende 2007 mit einem Anteil von 25,2 Prozent mit Abstand die bedeutendste Gruppe innerhalb der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung des Kantons Thurgau. Die deutsche Wohnbevölkerung gewann in den letzten Jahren markant an Gewicht. (vor einem Jahr hatte ihr Anteil an der ausländischen Wohnbevölkerung noch 22,5, vor zwei Jahren 20,8 Prozent betragen.)
Neben der deutschen Bevölkerung nahm auch die Anzahl Portugiesinnen und Portugiesen um 2,4 Prozent zu. Rückläufig hingegen war die Zahl der Bevölkerung serbischer (-3,1 Prozent), türkischer (-2,3 Prozent), italienischer (-1,4 Prozent) und mazedonischer Nationalität (-0,2 Prozent).
Immer noch verhältnismässig junger Kanton
Im Vergleich zum Vorjahr verschob sich die Altersstruktur im Kanton Thurgau erneut nach oben. So hat sich der Anteil der Einwohnerinnen und Einwohner, die jünger als 40 Jahre alt sind, reduziert, während vor allem die Zahl der 40- bis 64-Jährigen zugenommen hat. Im Vergleich zur Schweiz ist der Thurgau jedoch noch immer ein verhältnismässig junger Kanton, leben doch überproportional viele Kinder und Jugendliche hier. Leicht übervertreten ist auch die Generation der 40- bis 64-Jährigen. Etwas weniger Gewicht als im schweizerischen Durchschnitt nehmen dagegen die 20- bis 39-Jährigen sowie die Personen im Rentenalter ein.



























