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«Der Tod als natürlicher »

Thurgau. Seelsorger und freiwillige Helfer trafen sich zu einer Fortbildung zum Thema Sterbebegleitung.

Der Verein Hospizdienst Thurgau und die Evangelische Landeskirche des Kantons Thurgau luden Seelsorger und freiwillige Helfer zu einer Fortbildung zum Thema Sterbebegleitung ein.
 
Hugo Berger
Rund 60 Seelsorger und freiwillige Helfer und Helferinnen trafen sich am Mittwoch im Kirchgemeindehaus Amriswil zu einer Tagung mit Arbeitslunch, die unter dem Thema Palliative Care stand. Dazu eingeladen hatte der Verein Hospizdienst Thurgau und die Evangelische Landeskirche Thurgau. Susanna Schuppisser Fessler, Chefin Gesundheitsamt des Kantons Thurgau, überbrachte die Grüße der Regierung und hob hervor, wie wichtig die Zusammenarbeit der beiden Institutionen bei der palliativen Betreuung sei.
 
Best möglich Lebensqualität
Daniel Büche, Oberarzt am Kantonsspitals St. Gallen, beleuchtete die Sterbebegleitung vor allem aus der Sicht des Mediziners. Palliative Medizin wolle den Tod weder verhindern, noch hinauszögern, sie bejahe das Leben und sehe den Tod als natürlichen Prozess. Ziel der Betreuung sei es, dem Todkranken eine möglichst gute Lebensqualität zu ermöglichen. Dabei gelte es die vorhandenen Ressourcen zu nutzen und alle Facetten, die noch vorhanden seien, zusammen zu tragen, damit sich der Patient als Ganzes erlebe. Wichtig sei, dass dem Sterbenden ein Netz von Fachleuten und freiwillige Helfern zu Verfügung stehe, unterstrich Büche und meinte selbstkritsch: «Professionalität kann einem mit unter auch im Wege stehen». Palliative Care beinhalte aber auch die seelische und soziale Betreuung der Angehörigen, führte er weiter aus.
 
Geborgenheit finden
An Beispielen vermittelte der zweite Referent, Werner Kramer, Ordinarius für Praktische Theologe, Universität Zürich, den Tagungsteilnehmern einen Einblick in seine Tätigkeit als Sterbebegleiter. Die Angehörigen meinten es gut, seien aber nicht immer die besten Gesprächspartner für einen Sterbenden, da sie ihm zu nahe stünden, so seine Feststellung «Die Frage für mich lautet nach einer Sterbebegleitung oft: Wie kann ich mich wieder aus der Todesnähe befreien?» Die Sterbenden suchten Geborgenheit, wollten unerledigte Dinge Regeln und eine Lebensbilanz ziehen. Diese Wünsche gelte es zu unterstützen. «Das Wichtigste ist dem Sterbenden als Gesprächspartner zu begegnen, hinhören und auf ihn einzugehen», so das Fazit des Referenten. Beim Lunch nutzten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen die Gelegenheit zum Meinungsaustausch.
ThurgauThurgau / 12.03.2009 - 15:10:19