«Der Sieg ist das Ziel»
Appenzell. Peter Dörig, Autolackierer bei der Scheidweg-Garage AG in Appenzell hat sich den Schweizer Meistertitel «Autolackierer 2009» gesichert. Appenzell24 spricht im Interview mit dem Appenzeller über seinen Sieg.
Peter Dörig, herzliche Gratulation zum Schweizer Meistertitel. Was bedeutet dieser Erfolg für Sie?
Ich denke, dass mir der Schweizer Meistertitel vor allem in der Zukunft einige Türen öffnen wird. Der Titel bringt mir sicherlich einen guten Ruf ein, was bei einer allfälligen Stellensuche sehr hilfreich ist. Zusätzlich fühle ich mich in meiner Arbeit bestätigt und weiss, dass der Beruf als Autolackierer eine gute Wahl ist.
Zeigt der Schweizer Meistertitel denn auch schon Auswirkungen auf Ihren Arbeitsalltag?
Im Grunde genommen nicht gross. Ich arbeite noch immer bei der Scheidweg-Garage AG in Appenzell und dort bleibt meine Arbeit die gleiche. Aussergewöhnlich ist allerdings, dass ich viele Sachen von Firmen gesponsert bekomme. So bekam ich eine spezielle Maske, welche ich ansonsten nicht gekauft hätte.
In der ganzen Schweiz wird über Ihren Sieg berichtet. Werden Sie häufig darauf angesprochen?
Ich habe schon zahlreiche SMS bekommen und im Geschäft haben wir mit einem Empfang den Sieg gefeiert. Zum Empfang sind unter anderem ehemalige Arbeiter und mein Lehrmeister erschienen. Das hat mich sehr gefreut. Ansonsten werde ich nicht gross darauf angesprochen. Das kommt wahrscheinlich erst noch.
An den Schweizer Meisterschaften teilzunehmen ist nicht alltäglich. Wie sind Sie dazu gekommen?
Angefangen hat das mit einem Lehrlingswettbewerb, bei dem ein Modellauto designt werden musste. Ich bekam eine gute Bewertung und es bereitete mir Spass. An der LAP wurde mir nochmals meine gute Arbeit bestätigt. Darauf folgte eine Anfrage für die Ostschweizer Ausscheidung. Diese führte dann zu meiner Teilnahme.
Was macht für Sie den Beruf als Autolackierer zum Traumjob?
Ich freue mich jedes Mal von Neuem, wenn ich meine fertige Arbeit betrachte. Bei diesem Beruf sehe ich nach jeder Arbeit ein Ergebnis. Wenn ein zerkratztes Auto in die Garage gebracht wird und es nach getaner Arbeit aussieht wie neu, ist das ein tolles Gefühl. Das Ergebnis sehen und greifen zu können ist für mich ein wichtiger Aspekt.
Wie bereiten Sie sich auf die Weltmeisterschaften vor und was sind Ihre Ziele?
Natürlich ist der Sieg mein Ziel. Für diesen investiere ich auch sehr viel Zeit. Nach meinem Sieg ging es deswegen auch gleich nach Spiez. Dort lernte ich die anderen Kandidaten für die WM kennen. Ich denke, dieses Treffen war sehr wichtig. Im Team ist man stärker und kann sich gegenseitig unterstützen.
Bis zur WM steht unter anderem das Trainingslager «no limits» an. In diesem Lager sollen wir lernen, über unsere Grenzen zu gehen. Wir lernen zum Beispiel über Scherben zu gehen, ohne sich zu schneiden. In einem weiteren Lager haben wir einen Pressekurs. Dort wird uns beigebracht ,wie wir uns bei einem Interview und allgemein gegenüber der Presse verhalten sollten.



























