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Der SC Herisau setzt zum Endspurt an

Herisau. Der neue Goalie Reto Frehner hat grossen Anteil am derzeitigen Erfolg der Herisauer. appenzell24.ch im Gespräch mit Frehner.

Am kommenden Samstag gastiert der EHC Illnau-Effretikon in Herisau. Spielbeginn ist um 20 Uhr. Gemäss Trainer Narbel möchten die Appenzeller unbedingt noch Platz eins holen. Um da überhaupt mitreden zu können, ist ein Sieg gegen die Zürcher aus Illnau-Effretikon Pflicht.

Der SC Herisau hat seine Hausaufgaben bisher gemacht. Mitunter hatte auch der neue Goalie Reto Frehner, erst im Herbst zu den Appenzellern gestossen, grossen Anteil am derzeitigen Erfolg der Herisauer. Wir sprachen mit Frehner:

Herr Frehner, Sie sind in nur kurzer Zeit zum Publikumsliebling avanciert. Gemäss einem auf der www.scherisau.ch Homepage durchgeführten Fan-Voting führen Sie gar vor dem auch sehr beliebten Flotiront. Ehrt Sie das und was ist es für ein Gefühl als Thurgauer für Herisau zu spielen? Wir wollen doch nicht vergessen, dass zwischen dem HC Thurgau und dem SC Herisau, zumindest in der Vergangenheit, eine sehr grosse Rivalität herrschte.
Natürlich ehrt mich dieses Resultat, obwohl die Wahl noch nicht abgeschlossen ist. Aber es wäre auf jeden Fall eine spezielle Ehrung! Diese Rivalität bekam ich ja auch schon als «Gegner» des SC Herisau zu spüren und ich muss sagen, dass es schon bedeutend schöner ist, für den SC Herisau zu spielen als gegen ihn. Für mich besteht diese Rivalität überhaupt nicht, da ich Bürger von Urnäsch bi,n fliesst auch Appenzellerblut in mir, auf welches ich genau so stolz bin wie auf das Thurgauerblut.

Was erwarten Sie von Illnau? – Kann Illnau zum Stolperstein werden?
Jede Mannschaft kann zum Stolperstein werden, dass darf man nie vergessen. Das ist ja gerade auch das Schöne am Sport: Jedes Spiel muss zuerst gespielt werden. Leider habe ich Illnau schon seit längerer Zeit nicht mehr spielen gesehen. Aber wenn man die Resultate verfolgt, haben sie mächtig Gas gegeben. Sie verfügen meiner Meinung nach über zwei sehr gute Torhüter und sie haben noch immer die Chance auf einen Playoffplatz. Wichtig ist, dass wir wieder konzentrieter ans «Werk» gehen und auch die Vorgaben der Trainer umsetzen. Wenn wir dem Gegner unser Spiel aufzwingen können, wird es für jede Mannschaft schwierig, in Herisau zu punkten. Aber wie gesagt: Nur mit Wenn und Aber ist noch nichts gewonnen! Illnau wird auf jeden Fall sehr motiviert antreten, da müssen wir von Anfang an bereit sein.

Wie machen Sie das eigentlich? – Fast ein dreiviertel Jahr nicht trainiert und gespielt und dann plötzlich sind Sie in Herisau einer der Leistungsträger.
Ich glaube, dass das nicht nur an mir liegt. Der grösste Anteil daran gehört dem ganzen Team. Das Team hat mir den Einstieg sehr vereinfacht. Ich fühlte mich bereits nach dem ersten Training akzeptiert und ich spürte das Vertrauen der Mitspieler. Man darf nicht vergessen, dass unser Team sehr gut defensiv spielt und somit erleichtert es sich auch für einen Torhüter. Natürlich freut es mich, dass ich helfen kann. Aber es braucht immer alle dazu.

Was halten Sie von Herisau, vom neuen Stadion und von den Zuschauern? Ist es speziell vor so viel Anhang zu spielen?
Es ist fantastisch, das Trikot des SC Herisau tragen zu dürfen und für diesen Club auf Punktejagd zu gehen. Das Stadion ist sehr schön und ich fühle mich richtig wohl im Appenzellerland. Was die Fans angeht: Das ist eine andere Liga! Ich traute meinen Augen nicht als ich beispielsweise den riesigen Fanaufmarsch in St.Moritz sah. Unglaublich! Das sind mit Abstand die besten Fans, die ich je gesehen habe. Ich bin mir auch sicher, dass die Fans für uns in den Playoffs ein grosser Vorteil sein werden.

Drei Behauptungen und wir möchten von Ihnen gerne drei Statements:

Behauptung 1: Reto Frehner wird den SC Herisau in die 1. Liga begleiten.
Das ist zur Zeit noch unklar. Wie ich ja bereits bei meiner Verpflichtung mitgeteilt habe, werde ich im nächsten August mit einer Weiterbildung beginnen, welche jeweils an zwei Abenden in der Woche stattfindet. Daher wird es schwierig, dem geregelten Trainingsbetrieb nachgehen zu können. Aber bis dann fliesst ja bekanntlich noch viel Wasser den Rhein runter…!

Behauptung 2: Reto Frehner hat noch lange nicht genug vom Eishockey.


Ich spiele seit meinem vierten Lebensjahr Eishockey und ich bewege mich auch beruflich in der Eishockeywelt. Ich werde noch lange nicht genug vom Eishockeysport haben – in welcher Form auch immer.

Behauptung 3: Der beste Sturm oder die beste Verteidigung gewinnt die Meisterschaft?
Ich bin überzeugt, dass das Team die Meisterschaft gewinnt, welche die grössten «Opfer» bringen kann. Um Erfolg zu haben, muss jedes einzelne Mosaiksteinchen passen, vom Betreuer über die Trainer bis zum Ersatzspieler. Aber natürlich ist es von Vorteil, wenn die Defensive stabil und sicher ist. Dazu gehören nicht nur die Verteidiger und die Torhüter, sondern auch die Stürmer.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 31.01.2008 - 07:52:00