Der Ligaerhalt wäre ein Wunder
Herisau. Im Match der Runde 14 des UHC Herisau gegen Nesslau Sharkim, lief es für die Herisauer mies.
Am Samstag. 19. Januar, im Spiel der quasi letzten Chance wollte Herisau die kleine Wahrscheinlichkeit des Ligaerhalts wahren. Zudem stand im Schwägalp-Duell Rehabilitation für die im Hinspiel erlittene Niederlage gegen Nesslau auf dem Programm.
Beide Mannschaften begannen nervös. Chancen blieben Mangelware. Die Gäste aus Nesslau hatte man defensiv im Griff. Nach 10 Minuten war die erste Strafe gegen Herisau fällig. Wenige Sekunden später gesellte sich auf der anderen Seite ein Nesslauer auf die Strafbank. Die 4 gegen 4 Situation brachte aber beidseitig nichts Fruchtbares. Knapp vier Minuten vor Drittelsende brachte das Heimteam den Ball nicht aus der eigenen Zone. Prompt erwischte ein gegnerischer Spieler den Torhüter in der hohen Ecke. Mit 1:0 ging es in die Drittelspause.
Nach dem Seitenwechsel ging es gleichermassen weiter. Nesslau konnte allerdings weitaus gefährlicher agieren. Währenddessen Herisau offensiv wenig zustandebrachte. Die manchmal zögerlich agierenden Schiedsrichter sprachen in der 25. Minute eine Strafe gegen Nesslau aus. Herisaus Powerplay-Block konnte aus der Überzahlsituation keinen Profit ziehen. Kaum war die Strafe abgelaufen, wanderten innert weniger Sekunden gleich zwei Herisauer auf die Strafbank. Souverän überstand man die doppelte Überzahl. Es ging schon gegen Drittelsende als ein zu wenig aggressiv angegangener Toggenburger trocken aus der Drehung zum 2:0 einschoss.
Im 3. Drittel lag es nun an Herisau, das Spiel doch noch zu wenden. Vereinzelt gelangen gefällige Spielzüge. Mangelnde Kaltblütigkeit, fehlende Durchschlagskraft oder Abschlusspech verhinderten je länger je mehr eine Aufholjagd. Herisau versuchte mit der Powerplaylinie gegen Spielende den Druck nochmals zu erhöhen. 2 Minuten vor Schluss erfolgte der übliche Griff zur Jokerkarte: Goalie raus, 6. Feldspieler rein. Es kam wie so oft zu einem unnötigen Ballverlust der schliesslich die endgültige Niederlage durch einen Nesslauer Schuss ins leere Tor besiegelte.
Zwar sind die Chancen auf den Ligaerhalt durch das Unentschieden Widnaus noch intakt. Man muss aber schon fast von einem Wunder ausgehen.
UHC Herisau – Nesslau Sharks 0:3 (0:1/0:1/0:1) Tore: 15:57 Fauser (Kaiser) 0:1, 38:19 Brunner (Hug) 0:2, 59:15 Fauser 0:3
Strafen: UHC Herisau 4 x 2 Minuten, Nesslau Sharks 3 x 2 Minuten



























