«Der Gemeinderat muss handeln»
Trogen. Nicht alle sind erfreut: Über die Teileinzonungen in Trogen herrscht geteilte Meinung. Im Interview versucht René Langenegger, Präsident der Planungskommission, zu beruhigen.
Die Teileinzonungen Boden, Büel und Unterstadel werden nach den Frühlingsferien öffentlich aufgelegt. Das hat der Gemeinderat Trogen an seiner letzten Sitzung beschlossen. Ganz einfach wird der Prozess sicherlich nicht werden, das ist fast schon sicher. Um die grössten Unklarheiten auszuräumen stellt sich René Langenegger, Präsident der Baubewilligungs- und Planungskommission und Mitglied des Gemeinderates, den brennensten Fragen.
Herr Langenegger, braucht Trogen überhaupt ein Wachstum?
Trogen hat in den letzten zehn Jahren 300 Einwohner verloren. So haben immer weniger Steuerzahler die Kosten der Gemeinde zu tragen – keine günstige Strategie für eine Reduktion des Steuerfusses. In der Konsequenz finden Läden, Restaurants und das Gewerbe auch immer weniger Kunden. Der Gemeinderat muss jetzt handeln und Perspektiven aufzeigen.
Sind denn nicht schon genügend Bauzonen vorhanden?
Viele Flächen in der Bauzone sind mit einem Bauverbot belegt, die eine neue Überbauung verunmöglichen wie beispielsweise bei der «Schülerwiese». Eine entsprechende Auszonung kann da erst ab 2013 entschädigungslos erfolgen.
Könnte nicht einfach die Kernzone besser genutzt werden?
Die Liegenschaften in der Kernzone gehören Privaten, die Gemeinde kann die Entwicklung also nicht beliebig beeinflussen – ausser vielleicht mit finanziellen Anreizen.
Wer zahlt die Erschliessungskosten der Teileinzonungen?
Letztlich die neuen Grundeigentümer. Allfällige Zwischenfinanzierungen können aber über den Fond «Zukunft Trogen» bezahlt werden. Durch den Verkaufserlös der Grunstücke werden diese Kosten in kurzer Zeit getilgt sein.
Ist die öffentliche Auflage der Pläne nach den Frühlingsferien nicht eine Zwängerei?
Nein, sie ist lediglich ein weiterer Verfahrensschritt zur Wahrung der Volksrechte, um die Einsprachemöglichkeiten zu gewähren. In der darauf folgenden Abstimmung hat das Volk das letzte Wort.
Weitere Artikel zu diesem Thema:
– «Offenes Forum solls richten», (15.03.2007)
– «Bevölkerung erhält Mitspracherecht», (25.01.2007)
– «Grün raus – Geld rein», (20.09.2006)



























