Der doppelte Homberger
Eishockey. Nach dem ersten Saisonsieg setzt der SC Herisau die 1.-Liga-Meisterschaft mit dem Derby auswärts gegen Uzwil fort. Spielbeginn ist am Dienstag um 20 Uhr in der Uzehalle.
Gross und schlagzeilenträchtig war die Rivalität zwischen Uzwilern und Herisauern besonders in den Achtzigerjahren, als zu den NLB-Derbies sowohl im Sportzentrum wie auch in der Uzehalle über 3000 Zuschauer erschienen. Selbst in der 1. Liga waren gegeneinander Zuschauerzahlen von über 2000 zu verzeichnen. Seit viereinhalb Jahren und dem Abstieg des SCH aus der 1. Liga sind sich die beiden Traditionsvereine auf Meisterschaftsebene nie mehr begegnet.
Veritables Brüder-«Duell»
Im aktuellen Kader des EHC Uzwil befinden sich mehrere Spieler mit Herisauer Vergangenheit. Patrick Ammann, der ehemalige SCH-Captain, stürmte in den 2.-Liga-Aufstiegs-Playoffs im Frühling 2008 zwischenzeitlich wieder für seinen Stammverein und erlebte die Finalserie-Niederlage gegen die Pikes mit. Flügelpartner Kevin Schüepp gehörte vor sieben Jahren ebenfalls dem SC Herisau an; und zwei 18-jährige Uzwiler haben die ersten Eishockey-Jahre im Nachwuchs des SCH absolviert: Philipp Aerni und Luca Homberger. Letzterer trifft auf seinen um ein Jahr älteren Bruder Kevin, der in der Verteidigung des SCH spielt und einst auch in Uzwils Nachwuchs gespielt hat. «Es ist schon speziell, gegen den Bruder anzutreten. Aber ich habe im Zweikampf keine Zeit zu schauen, um welchen Gegenspieler es sich handelt», sagt der Herisauer. Für welche Mannschaft im Derby die Eltern sind, sei ihm nicht bekannt, fügt er schmunzelnd hinzu. Mit Dominik Brem sowie den Gebrüdern Fabian und André Dintheer stammen auch drei Spieler des Herisauer Kaders aus Uzwil.
Durch einen Punkt getrennt
Herisau liegt (bei einem Mehrspiel) einen Punkt vor dem Rivalen auf Platz neun. Für die Uzwiler ist das Derby vom Dienstag erst das zweite Heimspiel der noch jungen Saison. Dafür folgen bis am 7. November drei weitere Partien in der Uzehalle nacheinander. Gegen die Pikes unterlag die Mannschaft von Trainer Roger Bader 3:5. Auswärts reichte die Bandbreite der Uzwiler Gefühle von einem 1:7 zum Saisonstart in Winterthur bis zu einem unerwarteten 5:4-Erfolg beim Amateurmeister Frauenfeld. Am vergangenen Wochenende unterlag Uzwil in Bülach 1:5. Während zwei Dritteln konnte die Mannschaft mithalten; je ein Treffer kurz vor und kurz nach der zweiten Pause zum 2:1 und 3:1 entschieden die Partie.



























