«Den Dialog zwischen den Religionen weiterführen»

St.Gallen. In der Woche vor dem Bettag findet im Kanton St.Gallen nach 2005 und 2007 zum dritten Mal die interreligiöse Dialog- und Aktionswoche IDA statt.

Sie will den Dialog zwischen Menschen verschiedener Glaubensrichtungen durch konkrete Aktionen vom 14. bis 20. September sicht- und erlebbar machen. Auf der neuen Homepage www.ida-sg.ch werden Projekte des interreligiösen Dialogs beschrieben. Ein Veranstaltungskalender orientiert über die Aktivitäten während der IDA-Woche.

Im Rahmen der beiden bisherigen IDA-Wochen 2005 und 2007 wurde der interreligiöse Dialog mit zahlreichen Veranstaltungen gepflegt. Muslime luden Christen während des Ramadans zum gemeinsamen Fastenbrechen ein, Christen zeigten umgekehrt Muslimen und Buddhisten ihre Kirchen. Während der IDA-Woche entstehen jeweils neue Kontakte und Netzwerke, werden Initiativen gebündelt und für ein grösseres Publikum sichtbar gemacht.

Klosterhof wird zum Ort der Begegnung
Während der IDA-Woche 2009 wird auf dem Klosterhof das «Respect Camp» aufgebaut. Die kleine Zeltstadt richtet sich an Jugendliche und greift die Themen «interreligiöser Dialog» und «Beziehungen» auf. Die Initiative für das Projekt stammt von den Jugendfachstellen der Landeskirchen.

Am Vorabend des Bettags findet auf dem Klosterhof eine interreligiöse Feier statt. Gläubige verschiedener Religionen gestalten in Zusammenarbeit mit der Integrationsförderung der Stadt St.Gallen das festliche Programm, bei dem auch Regierungsrätin Kathrin Hilber, Stadtrat Nino Cozzio, Bischof Markus Büchel, Kirchenratspräsident Dölf Weder, Hisham Maizar, Präsident des Dachverbandes islamischer Gemeinden der Ostschweiz und des Fürstentums Liechtenstein (DIGO), und Vica Mitrovic, Präsident des Runden Tisches der Religionen, einen Teil gestalten. Der Anlass wird mit einem muslimischen Fastenbrechen im Pfalzkeller abgeschlossen.

IDA neu im Internet
Die neue Homepage www.ida-sg.ch widmet sich ganz dem interreligiösen Dialog. Sie orientiert über die Hintergründe des interreligiösen Dialogs, stellt die St.Galler Erklärung für das friedliche Zusammenleben und den interreligiösen Dialog in verschiedenen Sprachen vor und informiert über die Aktivitäten, die während der IDA-Woche im ganzen Kanton stattfinden.

Ein Verzeichnis von Institutionen und Kontaktpersonen, die hinter der IDA stehen, stellt eine rasche Vernetzung sicher. Eine Art Werkzeugkasten unterstützt IDA-Interessierte bei der Projektumsetzung.

Staat und Religionen gemeinsam
Die Gesellschaft ist heute auch im Kanton St.Gallen durch eine grosse religiöse Vielfalt geprägt. Sowohl auf Seiten der einheimischen Bevölkerung als auch auf Seiten der Zugewanderten gibt es Fragen, die geklärt, und Bedürfnisse, die respektiert werden müssen. Die IDA-Woche bietet deshalb eine Plattform für Begegnung und Auseinandersetzung zwischen den Religionen.

IDA ist eine gemeinsame Initiative des Kantons St.Gallen, der katholischen und evangelisch-reformierten Landeskirchen, dem Dachverband der muslimischen Gemeinden der Ostschweiz und des Fürstentums Liechtenstein (DIGO), dem Runden Tisch der Religionen sowie weiterer Religionsgemeinschaften.

St.Gallen / 25.05.2009 - 10:19:01
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