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Delfin im «Conny-Land» verendet

Lipperswil. Im Freizeitpark «Conny-Land» ist am 9. Mai der sechseinhalbjährige Delfin «Magic» an einem Darmverschluss verendet.

Damit leben noch sechs Delfine in der einzigen entsprechenden Anlage der Schweiz.

Der Freizeitpark bestätigte am Freitag Zeitungsmeldungen, wonach der im September 2001 im Conny-Land geborene Delfin «Magic» gestorben ist. Seit dem Jahr 2000 ist das der vierte Delfintod in Lipperswil.

Untersuchungen im Tierspital Zürich hätten einen Darmverschluss als Todesursache ergeben, teilte der Freizeitpark mit. Dem Tier sei es bis zwei Tage vor seinem Tod gut gegangen.

Bauchschmerzen
Gegenüber der «Thurgauer Zeitung» erklärten die Verantwortlichen, am 7. Mai habe der Tümmler erstmals nicht richtig gefressen. Die Tierärzte hätten versucht, die Bauchschmerzen mit Magentabletten zu mildern.

Als dies keine Besserung gebracht habe, sei «Magic» intensiv tierärztlich betreut worden, am 9. Mai aber verendet. «Magic» war der dritte im Conny-Land geborene Delfin gewesen. Seine zwei Vorgänger hatten nicht überlebt oder waren tot geboren worden.

Kritik nach Todesfällen
«Magics» Mutter «Chiki» hatte im Juli 2000 ein Junges geboren, das nach einer Woche als Folge eines Sauerstoffverlustes während der Geburt gestorben war. Einen Monat später hatte «Cheespa» eine Totgeburt. Im September 2001 brachte schliesslich «Chiki» den jetzt verstorbenen «Magic» zur Welt.

2002 verendete im Conny-Land der 14 Jahre alte Delfin «Keko». Im darauffolgenden Jahr gab es wieder Nachwuchs: «Cheespa» gebar «Shadow», der 2004 zusammen mit «Magic» von der monegassischen Prinzessin Stefanie getauft wurde. Im Mai 2005 folgte schliesslich das letzte Jungtier – «Chiki» brachte «Angel» zur Welt.

Bis vor wenigen Jahren hatten Verbände wie die Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Meeressäuger oder Animal Peace die Delfinhaltung in Lipperswil heftig kritisiert. Die Tiere lebten damals in einem Rundbecken, das durch eine Scheibe von der Diskothek des Parks aus eingesehen werden konnte.

Neue Anlage gebaut
Nach dem Tod der ersten Jungtiere und heftiger Kritik wurde die Anlage vollständig umgebaut. Inzwischen schwimmen die jetzt noch sechs Tümmler in einer 2835 Quadratmeter grossen «Delfinlagune» in 13 Millionen Litern Wasser. Das schweizerische Tierschutgesetz war allerdings bereits mit dem alten, kritisierten Becken eingehalten gewesen.

Das «Conny-Land» ist Eigentum der Artisten-Familie Gasser. Seniorchef Konrad – genannt Conny – verstarb vergangenen Dezember, Seniorchefin Gerda Gasser vor wenigen Wochen. Geleitet wird der Freizeitpark von den Roberto und Nadja Gasser, den Kindern der Verstorbenen. Der Park hat jährlich rund 300 000 Besucherinnen und Besucher.

ThurgauThurgau / 16.05.2008 - 14:03:00