Datenbank hilft bei Studienwahl
TG. Was soll ich studieren? Wenn es auf die Matura zugeht, taucht hin und wieder mal diese Frage auf. Neben der üblichen Studienberatung haben Kantischüler neu auch die Möglichkeit, gezielt Studenten ihrer anvisierten Studienrichtung anzugehen.
Die Kantonsschulen Frauenfeld, Kreuzlingen und Romanshorn haben zu diesem Zweck je eine Datenbank angelegt, in die sich ehemalige Absolventinnen und Absolventen ihrer Schule mit ihrem Studiengebiet eintragen können. Neben dem Studiengebiet können auch Informationen zum Studienort, zum Studientyp (ETH, Uni, Fachhochschule) und zum Beginn des Studiums erfasst werden.
Dadurch haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, gezielt nach Studentinnen und Studenten zu suchen und zu kontaktieren, über deren Studiengebiet sie mehr erfahren möchten. Dies hat in Ergänzung zur herkömmlichen Studienberatung mehrere Vorteile für die Schülerinnen und Schüler. Sie können sich im Kontakt mit den Studentinnen und Studenten direkt über die aktuelle Situation an der Hochschule unterhalten und werden auch über die wesentlichen Unterschiede zur Mittelschule informiert. Zudem können falsche Vorstellungen über einen Studiengang korrigiert werden.
Die Absolventinnen und Absolventen der Schulen werden jeweils aufgefordert, sich in diese Datenbank einzutragen. Die Daten werden regelmässig aktualisiert. Sie sind nur den Schülerinnen und Schülern der jeweiligen Schule zugänglich.
Die Kantonsschule Romanshorn stellt zusätzlich jeder Absolventin und jedem Absolventen eine persönliche Internet-Seite zur Verfügung. Auf dieser Seite, die zeitlich unbegrenzt zur Verfügung steht, kann angeben werden, welche Informationen anderen Personen zur Verfügung stehen sollen.
An einigen Schulen bestehen auch Querverbindungen zur Datenbank der Ehemaligen. Damit haben die Absolventinnen und Absolventen der Schulen auch die Möglichkeit, weiterhin Kontakte untereinander zu pflegen.
Auslöser für die Erstellung dieser Datenbanken war eine Interpellation von Susanne Oberholzer mit dem Titel «Studienberatung – quo vadis?». Die Interpellantin fragte unter anderem an, ob nicht eine Liste von Studentinnen und Studenten geführt werden könnte, welche bereit wären, Maturandinnen und Maturanden in den Studentenalltag einzuführen. Trotz anfänglicher Bedenken bezüglich des effektiven Nutzens einer solchen Liste, wurde die Anregung aufgenommen und mit Hilfe moderner Mittel umgesetzt.



























