Das war der Weg des Täters
Oberbüren/Appenzell. Dank Ermittlungen und Hinweisen wird immer deutlicher, wo Urs Hans von Aesch, der mutmassliche Entführer von Ylenia, unterwegs war.
Wie die Kantonspolizei St.Gallen und Appenzell Innerrhoden bekanntgab, haben Hinweise aus der Bevölkerung, aber auch Ermittlungsergebnissen weitere Erkenntnisse über die Bewegungen von Urs Hans von Aesch ergeben.
Bereits vor der Tat war das Fahrzeug, der Lieferwagen Renault «Traffic», häufig bemerkt worden, und zwar im Kanton Appenzell Innerrhoden, in Ausserrhoden – unter anderem in Teufen – und im Grossraum St.Gallen – Fürstenland sowie im Kanton Thurgau.
Verschiedene Sichtungen
Am Dienstag, 31. Juli 2007, wurde der Lieferwagen um ca. 9.20 Uhr in Appenzell bei der Wegfahrt vom Parkplatz des Hallenbades Appenzell gesehen. Um ca. 9.45 Uhr hielt er nach weiteren Beobachtungen eines Fahrzeuglenkers nach der «Schwanenbrücke», Gemeinde Stein/AR, auf einem Ausstellplatz an. Um ca. 10.30 Uhr wurde das Fahrzeug durch eine Bewohnerin im Weiler Bürerwald von Niederwil/SG kommend bei der Durchfahrt festgestellt. Kurze Zeit später kam er wieder zurück. Wohin die Fahrt fortgesetzt wurde, steht nicht fest. Am Steuer sass bei diesen Feststellungen eine männliche Person, deren Signalement laut Polizei «nicht von jenem von Urs Hans von Aesch abweicht». Es wurden keine weiteren Personen im Führerstand des Lieferwagens festgestellt.
Danach wurden von Personen verschiedene mögliche, jedoch nicht sichere Feststellungen des Fahrzeuges im Grossraum St.Gallen – Gaiserwald – Niederbüren – Oberbüren – Weinfelden/TG – Bischofszell/TG gemacht.
Zeit für «Tathandlungen
Der nächste gesicherte Standort war um 13.15 Uhr, die Situation im Bürerwald, als es zur Konfrontation des 46-Jährigen mit von Aesch und zur Schussabgabe kam. Danach fuhr von Aesch südlich der A1 wahrscheinlich auf relativ direktem Wege in den Weiler Billwil/Oberbüren. Denn bereits kurze Zeit später, so um 13.20 Uhr, wurden das Fahrzeug und von Aesch beim Wegkreuz festgestellt, bei dem später der Rucksack mit dem Helm und den persönlichen Kleidungsstücken von Ylenia aufgefunden werden konnte. Bereits nach 13.30 Uhr dürfte von Aesch mit dem Lieferwagen dann den Endstandort an der Billwilhalden erreicht haben. Dort richtete er sich wahrscheinlich kurz vor 16.00 Uhr.
Dass in der Zeit von ca. 10.50 bis 13.15 Uhr relativ wenig und nicht zwingend gesicherte Hinweise auf Bewegungen des Lieferwagens eingegangen sind, beurteilt die Kriminalpolizei «mit wahrscheinlichen Tathandlungen, bei denen von Aesch das Fahrzeug abgestellt hatte». Es sei deshalb weiterhin von hohem Interesse, wo das Fahrzeug in dieser Zeit stehend festgestellt wurde, eventuell auch im Bereiche von irgendwelchen Bauten oder in Waldgebieten.



























