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Das Leben selber schwer gemacht

Fussball. In einer intensiv geführten Partie gewinnt Urnäsch gegen Teufen mit 3:2 und kann die Tabellenführung weiter behaupten.

Die zahlreichen Zuschauer bekamen eine attraktive, kampfbetonte und spannende Partie zu sehen, in der die Urnäscher trotz Rückstand das bessere Ende für sich behalten konnten. Der Sieg hätte durchaus höher ausfallen können, zumal die Hinterländer sich mit Fehlern in der Abwehr das Leben selber schwer machten, auf der anderen Seite mit zwei Lattentreffern auch Pech im Abschluss hatten.

Teufen, welches Haag im ersten Rückrundenspiel ein Unentschieden abtrotzte, startete verhalten und hatte in der ersten Halbzeit mit dem Wind einen zusätzlichen Gegner. Die ersten 20 Minuten gehörten den Urnäschern, jedoch ohne zählbaren Erfolg. Der Ball wurde zu schnell aus den eigenen Reihen gegeben, zu überhastet die Angriffsbemühungen und zu wenig Ruhe im Spielaufbau. Der Wind spielte ebenfalls eine grosse Rolle: die meisten der weiten Bälle gerieten meist ins Toraus.

Eher zufällig hätte Georg Gülünay aus beinahe 70 Meter reüssiert. Sein weites Zuspiel setzte im Strafraum der Teufner vor dem Goalie auf und erhob sich unerreichbar über diesen, streifte jedoch haarscharf am Pfosten vorbei. Urnäsch arbeitete und Teufen störte geschickt: prompt kamen die Gäste nach einem Abwehrfehler zur überraschenden 0:1 Führung. Nach einem Ballverlust reagierten die Gäste blitzschnell und verwerteten sehenswert mit einem Lob. Teufen und Urnäsch hätten binnen fünf Minuten je einen Penalty zugesprochen bekommen müssen, doch der Unparteiische liess es auf beiden Seiten dabei belassen.

Es war der Bruch im Spielfluss der Urnäscher, denn Teufen verhielt sich geschickt in den Zweikämpfen und beanspruchte mit den teils gross gewachsenen Spielern die Lufthoheit im Mittelfeld. Binnen fünf Minuten drehten die Hinterländer das Spielgeschehen. Nach einem schnell ausgeführten Angriff über Sadiku wurde Troccoli mustergültig bedient und konnte ausgleichen. José Lestayo, welcher eine starke Partie im defensiven Mittelfeld zeigte, gelang kurz vor der Pause die verdiente Urnäscher Führung. Mit einem Sonntagsschuss aus 25 Meter traf er ins rechte obere Toreck und liess dem Gästekeeper keine Chance.

Dass Teufen überhaupt im Spiel blieb, war der Chancenauswertung der Urnäscher zuzuschreiben. Unmittelbar nach der Pause fanden sich Troccoli und Nuri Gülünay binnen einer Minute alleine vor dem Teufner Tor, doch beiden gelang es nicht das Score zu erhöhen. Teufen blieb im Spiel und wehrten sich gegen einen höheren Rückstand. Der Wind wäre Eggenberger ebenfalls beinahe zum Verhängnis geworden, denn ihm drohte gleiches Ungemach wie dem Teufner Keeper in der ersten Halbzeit, doch das Glück war heute auf der Seite der beiden Goalies.

Teufens Ausgleich kam sehr kurios zustande. Nach einem Foul vor der Strafraumgrenze bekamen die Gäste einen Freistoss zugesprochen. Die Gäste verlangten Abstand, Urnäsch stellte die Mauer, Teufen spielte den Ball zu früh, ohne dass das Spiel freigegeben wurde. Der Teufner hätte verwarnt werden müssen und das Spiel neu freigegeben. Beim zweiten Versuch löste sich Fuchs zu früh aus der Mauer, hätte ebenfalls verwarnt werden müssen und das Spiel neu freigegeben. Teufen nützte die Konfusion und schoss während Fuchs sich wieder in die Mauer stellte und glich aus. Der ansonsten unauffällige Unparteiische verhielt sich in dieser Situation etwas unglücklich.

Galluccio reagierte und brachte für Thomas Gülünay und Sadiku Scheuber und Orfanidis. Der Wechsel zeigte Signalwirkung und Urnäsch erhöhte nochmals den Druck. Binnen zwei Minuten trafen die Urnäscher die Querlatte: Orfanidis nach tollem Direktspiel und Troccoli nach feiner Einzelleistung sahen die Querlatte als Hindernis. Das Joker Orfanidis dennoch stach war den Bemühungen und dem Willen der Hinterländer zuzuschreiben, welche sich während der ganzen Partie immer wieder nach den unglücklichen Gegentreffern aufraffen konnten. Orfanidis verwertete ein Zuspiel in die Spitze zum hoch verdienten und viel umjubelten Siegtreffer der Urnäscher und avancierte zum Matchwinner.

Teufen, welches sich massiv verstärkt hat gegenüber der Vorrunde zeigte sich als echte Knacknuss und wäre wie zuvor zwei Wochen vorher gegen Haag den Urnäschern beinahe zum Stolperstein geworden. Nach der Niederlage im letzten Spiel gegen Verfolger Haag eine gelungene Revanche und eine souveräne Mannschaftsleistung, mussten die Urnäscher doch unter anderem auf Teamstützen wie Ackroyd und Simon Schwarz (verletzt) sowie Roman Schwarz (Auslandaufenthalt) verzichten.


Urnäsch: Eggenberger, Fuchs, Keles, G. Gülünay, Ammann, J. Lestayo, T. Gülünay (67. Scheuber), N. Gülünay, Knöpfel, Troccoli (90. Näf), Sadiku (73. Orfanidis)

Appenzell InnerrhodenAppenzell Innerrhoden / 30.04.2007 - 08:36:00