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«Das Image der Thurgauer Landwirtschaft leidet»

Leserbrief. SP Kantonsrätin Renate Bruggman äussert sich zur Problematik von Streptomycin in Honig und Äpfel aus dem Thurgau.

Im Rahmen der Behandlung der Regierungsrichtlinien im Grossen Rat wurde einmal mehr über Feuerbrand, Streptomycin, Honig und Äpfel diskutiert.

Im vergangenen Frühling wurden im Thurgau erstmals Obstkulturen mit Streptomycin gegen den Feuerbrand behandelt. Zur gleichen Zeit versicherte die Thurgauer Regierung, dass im Herbst garantiert keine Antibiotika-Rückstände in den Thurgauer Äpfeln zu finden sein werden. Heute wissen wir es besser.

Regierungsrat Schläpfer versprach vor ein paar Wochen in einer Kommissionsitzung, dass eine Strategieänderung geprüft werde, wenn neue Erkenntnisse vorliegen. Wir erwarten nun von der Thurgauer Regierung, dass sie sofort die Forschung nach neuen Bekämpfungsmethoden intensiviert.

Streptomycin in den Äpfeln, Streptomycin im Honig – das Image der Thurgauer Landwirtschaft leidet und mit ihm das Image des ganzen Kantons. Honig als Weihnachtsgeschenk hat an Attraktivität klar eingebüsst. Doch dies ist nicht das einzige Problem der Imker. Auch im Bereich der Forschung zur Bienenhaltung, zu Bienenrassen und zur Bienenzucht scheint nicht alles im Lot zu sein. Kritische Stimmen werden laut, aber leider weitgehend ignoriert. Wir erwarten vom Regierungsrat rasches Handeln: zum Wohle der Thurgauer Äpfel, zum Wohle der Thurgauer Bienen, aber vor allem zum Wohle der Thurgauer Bevölkerung.

Für die SP Fraktion: Renate Bruggmann, Kantonsrätin, Kradolf

ThurgauThurgau / 18.12.2008 - 08:19:00