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CVP Stadt St.Gallen ist unzufrieden mit «Akari»

St.Gallen. Die CVP der Stadt St.Gallen äussert sich in folgender Medienmitteilung zur Umgestaltung des Bahnhofplatzes.

Die Medienmitteilung im Wortlaut:

Die Stadt St. Gallen verändert sich: Die südliche Altstadt wird neu gepflastert, das Bundesverwaltungsgericht und die Fachhochschule nehmen Gestalt an, das «Einstein» und die OLMA erhalten neue Kongressräume, die Wiese vor der Tonhalle wird zum Park und aus dem Marktplatz wird ein Platz ohne Markt.

Jüngst vorgestellt wurde nun auch die Neugestaltung des Bahnhofplatzes. Die CVP der Stadt St. Gallen verfolgt die dortigen Veränderungen mit besonderem Interesse. Immerhin war es die CVP, welche schon im Herbst 1996 die Neugestaltung des Bahnhofplatzes aufgegleist und eine repräsentative Umfrage zu den Bedürfnissen der St. Gallerinnen und St. Galler bei der Veränderung des Bahnhofgebietes durchgeführt hat.

Das nun vorliegende Siegerprojekt wurde von den Verfassern «Akari» genannt, was japanisch «Beleuchtung» heisst. Bekannter ist der Begriff «Akari» als Name eines Rätselspiels, ähnlich wie Sudoku. Und Rätsel gibt das Siegerprojekt in der Tat auf.

Der Vorschlag zur Umgestaltung des Bahnhofplatzes löst bei der CVP der Stadt St. Gallen keine Euphorie aus. Ein grosser Wurf ist es nicht, gross ist höchstens der Kubus, welcher den Platz neu dominieren soll. Die CVP Studie zeigte auf, dass ein Grossteil der Befragten am Bahnhofplatz die imposante Architektur des Bahnhof- und Postgebäudes schätzt. Diesen Gebäuden droht der in den Platz ragende und auch energiepolitisch fraglich leuchtende Kubus aber die Show zu stehlen. Fraglich ist auch, was der Mehrwert zum jetzigen halbrunden Vordach und die praktische Funktion des Kubus ist. Umso mehr, als das Vordach sich gut integriert.

Zu Recht wird befürchtet, dass durch die Konzeption des Bahnhofplatzes der Busverkehr durch Fussgängerströme behindert werden könnte. Weshalb diese Problematik nicht durch eine Verlängerung der Bahnhofunterführung bis zum Kornhausplatz gelöst wurde, ist unklar.

Eine Verlängerung dieser Unterführung mit heller und moderner Ladenpassage im Untergrund könnte zudem auch Platz für einen Zweckersatz des VBSG-Pavillons bringen, dessen Verbleib unklar ist. Zudem böte sich die Möglichkeit, den viel befahrenen Bahnhofplatz vom Verkehr ungestört zu überqueren.

Insgesamt zeigt sich die CVP enttäuscht, dass sich der St. Galler Bahnhof offenbar nicht mit den anderen beeindruckenden Bahnhöfen wie Chur, Luzern oder Bern messen wird. Die dortigen Beispiele zeigen, dass sich Funktion und Aussehen durchaus vereinen lassen. Bis ein überzeugendes Projekt vorliegt, besteht nach Ansicht der CVP der Stadt St. Gallen also noch Handlungsbedarf.

St.GallenSt.Gallen / 11.05.2009 - 15:47:02