Coaster bleibt ein Thema
Teufen. Die Hersteller-Firma des sogenannten «Coaster» ist pleite. In Teufen bleibt man aber grundsätzlich interessiert an der Idee eines «Schienentaxi».
«Coaster-Firma ist pleite», titelte das St.Galler Tagblatt in der heutigen Ausgabe. Die österreichische Firma, welche die visionäre Kabinenbahn auf Schienen herstellt, hat Konkurs eingereicht. In den vergangenen Monaten hatten sich verschiedene Ostschweizer Regionen als Interessenten für den «Coaster» zu Wort gemeldet, darunter auch aus dem Toggenburg und dem Appenzellerland. So kam die Idee einer Verbindung von Appenzell nach St.Gallen auf.
Der Teufner Gemeindepräsident Gerhard Frey war – und ist immer noch – der Ansicht, dass das «Schienentaxi» für die Versorgung der Appenzeller Streusiedlungen eine gute Lösung sein könnte, «weil wir damit eine gute Kombination zwischen öffentlichem Verkehr und motorisiertem Individualverkehr mit Marktchancen sehen.» Das erklärte er auf Anfrage von appenzell24.ch.
Eine «Vordenkergruppe» hat laut Frey deshalb in der zweiten Hälfte des letzten Jahres versucht, die Vision zu konkretisieren. Der Gemeindepräsident: «Ende 2007 haben wir die Coaster GmbH über diese Gedanken informiert und um eine erste Kostenschätzung gebeten.» Beschlossen wäre damit noch nichts gewesen, die Schätzung wäre lediglich Grundlage für eine Machbarkeitsstudie gewesen. «Erst bei positiven Resultaten würde dann eine eigentliche Planung mit Vorprojekt und Projekt initiiert», so Frey.
Diese Planung ist nun zumindest unterbrochen. Für einen solchen Prozess brauche es einen langen Atem, stellt Gerhard Frey fest, den die Coaster GmbH anscheinend nicht gehabt habe. Es bleibe deshalb jetzt abzuwarten, ob das Produkt Coaster durch eine andere oder neue Firma weiterverfolgt wird. Klar sei aber auch: «An der Grundidee sind wir nach wie vor interessiert.»
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