Club 60plus veranstaltete unterhaltsame Osterfeier
Herisau/AR. An der traditionellen Osterfeier vom Club 60plus erzählte Hans Hürlemann aus Urnäsch Appenzeller Geschichten.
Aufgelockert wurde der Nachmittag mit volkstümlichen Klängen mit Hans Hürlemann und seiner «Band».
Zur Osterfeier entbot Präsident Urs Meyer im festlich dekorierten katholischen Pfarreisaal gegen 200 Mitglieder Gruss und Willkommworte. Gleichzeitig konnte er acht Mitgliedern zu runden Geburtstagen gratulieren, währen von einem Mitglied Abschied genommen werden musste. Anschliessend übergab er das Wort Hans Hürlemann, der Geschichten aus der Zeit zwischen dem 14. und 19. Jahrhundert erzählte. Er ist ein fundierter Kenner der Appenzellermusik und kennt ihn als Referent mit verschiedenen «Müsterli» aus der Zeit von anno dazumal.
Fröhliche Unterhaltung
Das «Echo vom Saum» in einer eher ungewohnten Formation, nämlich «z’Vierte» wie die Musikanten zu sagen pflegen, das heisst mit Geige (Koni Menet), Cello (Hedi Menet), Kontrabass (Jakob Holderegger) und Hackbrett (Hans Hürlemann), ohne Handorgel. Zwischen den einzelnen volkstümlichen Musikstücken erzählte Hans Hürlemann aus Urnäsch Episoden und Geschichten aus der appenzellischen Vergangenheit.
Dabei geht es nicht um die hohe Politik, sondern um Freuden und Leiden des Alltags, um Krankheiten, Leben und Tod, um Feuer, Wassernot und Hunger. Aber auch um Übermut, Fröhlichkeit, um Einfaltspinsel, Schlaumeierei, Ehemänner und Schlamperei. Hans Hürlemann hat die Geschichten zusammengestellt aus dem unerhört reichhaltigen Gemeindearchiv Urnäsch und dem Staatsarchiv Herisau, aus der Zeit zwischen dem 14. und dem 19. Jahrhundert.
Aufmerksam hörten die Besucher den Ausführungen von Hans Hürlermann zu und bekamen Einblick, was in den früheren Jahren alles passierte und mit welchen Strafen, Gegebenheiten und Situationen sich die Bewohner auseinander setzen mussten. Auf leicht verständliche und humorvolle Art erzählte er die Geschichten, die bei den Besuchern Anklang fanden. Als kleines Ostergeschenk konnten alle einen «Schoggihasen» mit nach Hause nehmen.
Theaternachmittag und Wanderung
An der nächsten Zusammenkunft vom 21. April im katholischen Pfarreisaal ist das Ensemble des Seniorentheaters St.Gallen zu Gast mit dem Dreiakter «Öppe e Million» von Gottfried Schenk. Eine Woche später am 28. April folgt die Wanderung «Über Brücken sollst du gehen», dem Gübsensee entlang und durch das Sittertal-Erlenholz nach Wittenbach (Marschzeit zirka drei Stunden).



























