
Chinesische Wasserbaubehörden an der Thur
Thurgau. Die Wasserbaubehörde der chinesischen Provinz Xinjiang besuchte den Thurgau und informierte sich über die Wasserbauprojekte an der Thur.
Die Provinz Xinjiang liegt ganz im Westen von China, ist 54 Mal so gross wie die Schweiz und hat 23 Millionen Einwohner. Der tiefste Punkt liegt bei -170 Meter und der höchste bei etwa 7500 Metern über Meer. Ein wichtiges Anliegen der dortigen Behörden, die für den Wasserhaushalt zuständig sind, ist es genügend Wasser von den steilen Abhängen der drei Gebirgszüge der Provinz in die Täler zu bringen: meist versickert das Wasser der über 90 Flüsse, bevor es im Talgrund ankommt. Eine sechsköpfige Delegation dieser Behörde hat letzte Woche die Schweiz besucht und verschiedene Flusssysteme angeschaut. Sie waren auch am Abschnitt Niederneunforn an der Thur, wo das Zusammenspiel von Grundwasser und Fluss sehr wichtig ist und ein Beispiel für ihre eigenen Probleme darstellt. Der Erfahrungsaustausch wurde rege genutzt und die Diskussionen waren lebhaft.
Gefreut hat sich die Delegation am Empfang im Rathaus, wo sie von Regierungsrat Jakob Stark, Stadtpräsident Carlo Parolari und Stadträtin Elsbeth Aeppli, und vom Vertreter und Vizedirektor des BAFU, Andreas Götz, begrüsst wurden. Auch hier haben die gute Stimmung und angeregte Diskussionen einen Grundstein dafür gelegt, dass diese Form von Erfahrungsaustausch weiter gepflegt werden soll.