• Aargau
  • Appenzell Ausserrhoden
  • Appenzell Innerrhoden
  • Basel-Landschaft
  • Basel-Stadt
  • Bern
  • Freiburg
  • Genf
  • Glarus
  • Graubünden
  • Jura
  • Luzern
  • Neuenburg
  • Nidwalden
  • Obwalden
  • Schaffhausen
  • Schwyz
  • Solothurn
  • St.Gallen
  • Stadt Winterthur
  • Stadt Zürich
  • Tessin
  • Thurgau
  • Uri
  • Waadt
  • Wallis
  • Zug
  • Zürich

«Checkpoint» Jugendschutz beim Verkauf von Alkohol und Tabak

AR. Appenzell Ausserrhoden und 3 weitere Kantone treten gemeinsam für die Einhaltung der Jugendschutzgesetze beim Verkauf von Alkohol und Tabakwaren ein.

Die Kantone Appenzell Ausserrhoden, St. Gallen, Thurgau und Graubünden treten in Zukunft gemeinsam für die Einhaltung der Jugendschutzgesetze beim Verkauf von Alkohol und Tabakwaren ein. Die Präventionsfachstellen der vier Kantone haben Materialien entwickelt, welche Verkaufspersonal, Eltern und Jugendliche auf die gesetzlichen Bestimmungen bei der Abgabe von Alkohol und Tabak aufmerksam machen.
Bisher hatte jeder Kanton eigene Plakate, Kleber und Broschüren, um das Verkaufspersonal und Jugendliche auf die geltenden Jugendschutzbestimmungen hinzuweisen. Das Ausgangs  und Einkaufsverhalten von Jugendlichen kennt aber keine Kantonsgrenzen. Deshalb schlagen jetzt die verantwortlichen Präventionsfachleute der Kantone St. Gallen, Thurgau, Graubünden und Appenzell Ausserrhoden einen gemeinsamen Weg ein und verwenden dieselben Materialien. Das neue Präventionsmaterial wurde vom Grafikerduo Susanna Sulzer und Fausto Tisato aus Heiden entwickelt.

Neues Jugendschutzplakat
Die neuen «Checkpoint»-Materialien machen auf die gesetzlichen Bestimmungen beim Verkauf und der Weitergabe von Alkohol und Tabakwaren an Jugendliche aufmerksam. Bundesgesetz und kantonale Gesetzgebungen schreiben vor, dass weder Alkohol noch Tabakwaren an unter 16-Jährige und keine Spirituosen, Aperitifs und Alkopops an unter 18-Jährige verkauft oder weitergegeben werden dürfen. Das Personal darf einen Ausweis mit Altersangabe verlangen. Missachtungen des Gesetzes werden mit Busse bestraft. Der Text auf Plakaten, Klebern und Broschüren wird mit entsprechend gestalteten Symbolen verdeutlicht.

Erziehungsberechtigte nehmen Einfluss
Stark alkoholisierte Jugendliche an Festen oder abends auf der Strasse sind keine Seltenheit. Viele Jugendliche können ihren Alkoholkonsum nicht mehr kontrollieren. Hier müssen auch Erwachsene ihrer Verantwortung nachkommen und dafür sorgen, dass Jugendlichen unter 16 Jahren kein Alkohol und keine Tabakwaren verkauft werden. Erziehungsberechtigte haben auch ausserhalb des Elternhauses Einfluss auf das Konsumverhalten ihrer Kinder. Studien zeigen, dass Jugendliche, deren Eltern sich um das Ausgehverhalten ihrer Kinder kümmern, weniger Alkohol, Tabakwaren und Drogen konsumieren, als Jugendliche mit wenig elterlicher Aufsicht. Eltern, die ihr Kind nach dem Ausgang «in Empfang nehmen », sehen, wie es ihm geht. Schon diese einfache Massnahme hat gemäss den Studien eine präventive Wirkung, weil Jugendliche dann ihren Konsum mässigen, oder ganz darauf verzichten.

Verkaufspersonal unterstützen
Testkäufe bestätigen, dass es nach wie vor Läden und Gaststätten gibt, die Alkohol und Tabakprodukte an unter 16-Jährige abgeben. Aus Sicht der Präventionsfachleute braucht es Schulungen des Verkaufspersonals und klare Kommunikationsmittel, damit die Alterskontrolle besser vollzogen wird. Die Materialien von «Checkpoint» unterstützen dieses Anliegen. Plakate und Selbstkleber für die Kassen können kostenlos bei den Fachstellen bezogen werden. Veranstaltern wird zudem empfohlen, mit verschiedenfarbigen Armbändeln die Altersgruppen gut erkennbar zu machen. Dies erleichtert dem Servicepersonal die Umsetzung der Jugendschutzbestimmungen. Diese Bändel können ebenfalls bei den Präventionsfachstellen bezogen werden.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 15.01.2010 - 07:32:41