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Charta Oecumenica unterzeichnet

AR/AI. Die Christliche Kirchen der Kantone St.Gallen und beider Appenzell definieren den Kurs der ökumenischen Arbeit neu.

Der Epheser-Brief sagt es deutlich: Die christlichen Kirchen verbindet Wesentliches, trotz aller Unterschiede, die eine sichtbare Einheit noch verhindern. Gemeinsam gestalteten Bischof Markus Büchel, die Vertreterinnen und Vertreter der evang.-reformierten Kirchen, der Methodisten, Baptisten, der griechisch und serbisch Orthodoxen Kirchen, der Heilsarmee oder der Christkatholiken diesen Gottesdienst, gemeinsam beteten die Gläubigen aus allen Kirchen das „Unser Vater“. Beim Einzug wurde eine orthodoxe Ikone in die Bischofskirche getragen und selbst die liturgischen Gewänder bezeugten Vielfalt in der Einheit.

Zwölf Verpflichtungen
Mit ihrer Unterschrift sagten die Kirchenvertreter im Verlauf der Feier Ja zu den zwölf Verpflichtungen, die in der Charta Oecumenica festgeschrieben sind: Sie bezeugen den Glauben an die eine heilige katholische und apostolische Kirche, den Weg zur sichtbaren Einheit der Kirchen in Europa und die gemeinsame Verantwortung in Europa für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung.

Neben der Ökumene gibt das Papier auch Orientierung im interreligiösen Dialog. Die Charta Oecumenica hat keinen lehramtlich-dogmatischen oder kirchenrechtlichen Anspruch, sie bedeutet eine Selbstverpflichtung der unterzeichnenden europäischen Kirchen und Organisationen.

Die Unterzeichnenden
Das Gespräch rund um die «Charta Oecumenica» hatte die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) der Kantone St.Gallen und beider Appenzell angestossen. Der Einladung zu deren Unterzeichungen gefolgt sind am vergangenen Samstag: Anglikanische Kirchgemeinde, die Baptistengemeinde, die Christkatholische Kirchgemeinde, die Evangelisch-methodistische Kirche, die Evangelisch-reformierte Landeskirche beider Appenzell, die Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St.Gallen, die Griechisch-orthodoxe Gemeinde, die serbisch-orthodoxe Gemeinde, die Heilsarmee Rheintal und die Römisch-katholische Kirche Bistum St.Gallen.


Entstehung der Charta Oecumenica
Die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und der Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE, mit Sitz in St.Gallen) haben mit der Charta Oecumenica ein gemeinsames Dokument vorgelegt, das Leitlinien für die wachsende Zusammenarbeit der Kirchen in Europa enthält. Die Charta wurde am 22. April 2001 an der Europäischen Begegnung in Strassburg (F) von den Präsidenten von KEK und CCEE unterzeichnet. Seither wurde die Charta Oecumenica von verschiedenen Kirchen oder von nationalen Kirchenräten unterschrieben. Weitere Kirchen arbeiten darauf hin, dies in naher Zukunft noch zu tun.


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Appenzell InnerrhodenAppenzell Innerrhoden / 20.01.2008 - 16:17:00