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Cevi Behindertentag

Herisau. Kinder konnten hautnah miterleben, was es heisst, plötzlich nicht mehr sprechen zu können oder im Rollstuhl zu sitzen

Im September letzten Jahres haben sich die Abteilungsleiter des Cevi Ostschweiz entschlossen, am 27. Oktober, im Jungschar-Programm das Thema «Behinderung» zu thematisieren. Es war jeder Abteilung selbst überlassen, was sie zu diesem Thema machen wollten.

Am letzten Samstag war es dann so weit. Die Jungschi-Teilnehmer des Cevi Herisau trafen sich nach dem Mittag vor der Frohburg (Vereinslokal des Cevi Herisau). Wir teilten die Teilnehmer in zehn Gruppen auf. Zuerst verkauften die Kinder für das Blaue Kreuz «Biberli».

Während dieser Zeit trafen die Leiter noch die letzten Vorkehrungen für den Postenlauf zum Thema «Behinderung». Wir mussten eine rollstuhlgängige Zufahrt in unser Vereinslokal erstellen. So hatte auch der Gast aus dem Quimby-Huus in St.Gallen-Winkeln die Möglichkeit, selbständig in das Vereinshaus zu gelangen. Gegen 14.45 Uhr kamen die fleissigen Händler vom Biberli-Verkauf zurück und starteten mit dem Postenlauf. Bei den fünf Posten ging es um Folgendes: Die Kinder mussten mit einem Blindenstock den Weg finden, ohne dabei in ein Hindernis zu laufen, mit einer Sehschwäche (mit einer präparierten Brille) einen Ferienprospekt anschauen oder ein spannendes Buch lesen. Sie erfuhren wie es ist, mit einer körperlichen Behinderung Treppen hinauf und hinunter zu steigen oder ein Glas Wasser von A nach B zu transportieren.

Beim Rollstuhl-Fahren lernen sie die Schwierigkeiten kennen, wenn man über Pflastersteine oder über die Rampe (in die Frohburg) fahren muss. Im weiteren haben sie gelernt, wie ist es, wenn man in den Fingerspitzen kein Gefühl mehr hat. Sie hörten aber auch ein Referat über die geistige Behinderung.

Am letzten Posten war der Gast vom Quimby-Huus: Er kann uns nur mit Hilfe einer ABC-Tabelle etwas mitteilen. Das funktioniert folgendermassen: mit der ABC-Tabelle, die in 3 Reihen eingeteilt ist, fragt man ihn zuerst, ob der erste Buchstabe des Wortes in der ersten, zweiten oder dritten Reihe steht. Hat man die richtige Reihe genannt, nickt er mit dem Kopf. Beim Zeiten und den weiteren Buchstaben geht man gleich vor.

Wie lange es dauert, bis so ein Wort zustande kommt, kann sich nun «jedes Kind» ausrechnen. Ein ehemaliger Betreuer dieser Person erzählte uns noch über dessen Krankheit und erklärte, wie man mit ihm sprechen muss.


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Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 30.10.2007 - 08:00:00