Café Spörri: Wie weiter?
Teufen. Am Mittwoch war bekannt geworden, dass die Gemeinde Teufen das Baugesuch des Café Spörri ablehnt. Jetzt nehmen die Inhaber Stellung zu dieser Abfuhr.
Erst gerade am Mittwoch, 2. Mai, war bekannt geworden, dass die Baugesuchkommission der Gemeinde Teufen das Baugesuch des Café Spörri nicht genehmigt. Der Plan erfülle die hohen Anforderungen des Ortsbildschutzes nicht, begründete die Kommission ihre Entscheidung. Die Gesuchssteller fielen aus allen Wolken, als sie dies hörten: Sie hatten ihr Vorhaben bereits im Februar eingereicht. In einem Leserbrief nehmen Alfred und Markus Sutter, Inhaber der Spörri AG und der Böhli AG, jetzt dazu Stellung.
Stellungsnahme zur Ablehnung des Baugesuches Café Spörri
Mit der Fusion von unseren beiden Betrieben, der Spörri AG und der Böhli AG, per 1. Januar 2007, konnte die Produktion für das Café-Konditorei Spörri in Teufen nach Appenzell ausgelagert werden. Durch diese Auslagerung wurde es uns möglich, ein redimensioniertes Bauprojekt bei der Gemeinde Teufen einzureichen (das vorhergehende Projekt sah Produktionsräume vor). Diese Massnahme, so dachten wir zumindest, käme den Wünschen der Gemeinde Teufen und der Nachbarschaft entgegen. Bei der aktuellen, redimensionierten Baueingabe vom 19. Februar 2007 wurden alle Forderungen, die beim alten Baugesuch vom Juli 2006 der Fachgremium für Architektur und Ortsbildberatung Teufen (F.A.O.T) vorgeschrieben wurden, integriert. Wir haben auch in der neuen Planungsphase das Gespräch mit den Behörden gesucht.
Die Anmerkung der Baukommission, dass das geplante, reduzierte Raumprogramm ohne weiteres im bestehenden Gebäude realisierbar wäre, können wir so nicht annehmen. Ein Umbau des alten Gebäudes stellt für uns in keiner Weise eine befriedigende und vor allem zukunftsorientierte Lösung dar. Wir haben im bestehenden Haus nicht nur das Problem von verschiedenen Niveaus, welche Arbeitsabläufe kompliziert und sehr personalaufwendig machen, sondern verfügen, aufgrund der diversen baulichen Erweiterungen in den letzten Jahrzehnten, auch über ein Statik-Problem. Dieses wäre nur mit zusätzlichen Stützpfeilern zu lösen, was wiederum die Arbeitsabläufe erschweren würde.
Um sich selbst einen Eindruck über die untragbare Ist-Situation zu verschaffen, laden wir die Bevölkerung von Teufen und alle anderen Interessierten am Sonntag, 6. Mai, von 10 Uhr bis 14 Uhr zu einer Hausbesichtigung des bestehenden Gebäudes ein.
Die Restauration ist seit dem 22. April geschlossen, weil längst überfällige Renovationsarbeiten ein Weiterführen des Betriebes für unsere Kunden sowie für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unzumutbar werden liessen. Dass wir diesen Schritt unternehmen mussten, teilten wir bereits im Dezember 2006 der Baubewilligungskommission Teufen mit. Inzwischen haben wir mit den letzten, bei uns tätigen Mitarbeitern aus Küche und Service sämtliche Räumlichkeiten komplett ausgeräumt.
Während der geplanten Bauzeit hatten wir vor, ein Provisorium mit einem Konditorei-Verkaufsbereich und einem kleinen Café mit zwanzig Sitzplätzen in Teufen zu führen. Mit dem betreffenden Liegenschaftsbesitzer und den anderen involvierten Personen war diesbezüglich als geklärt. Sogar die provisorische Baute war bereits zum Transport bereit. Von der Gemeinde Teufen wurde aber die Bewilligung für dieses Provisorium von der Baubewilligung für das Hauptprojekt «Café Spörri» abhängig gemacht, so dass wir unserer Stammkundschaft in Teufen nun aktuell keine Übergangslösung anbieten können, weil uns die Hände gebunden sind. Es war und ist in keinem Zeitpunkt vorgesehen, das Provisorium länger als nötig bestehen zu lassen.
Es ist uns ein wirkliches Bedürfnis, dass der Name «Café Spörri» auch in Zukunft nicht aus Teufen verschwindet. Wie dieses Vorhaben jedoch künftig umgesetzt werden soll, ist für uns momentan ungewiss.
Weitere Artikel zu diesem Thema:
– «Baugesuch Café Spörri abgelehnt», (02.05.2007)



























