«Butterschiff» zwischen Kreuzlingen und Friedrichshafen
Friedrichshafen (D)/Kreuzlingen. Der Thurgauer Künstler Richard Tisserand bietet zur «Triennale zeitgenössischer Kunst Oberschwaben» eine Fahrt mit dem «Butterschiff». Als Performance wird er zwischen Kreuzlingen und Friedrichshafen Butter produzieren.
Zur Eröffnung der Triennale am 3. April wird Tisserand nach Angaben der Pressestelle der Stadt Friedrichshafen mit der «MS Konstanzerli» zusammen mit Gästen in Kreuzlingen starten. Er wolle damit an das in den 1970-er Jahren mehrmals auf dem Bodensee verkehrende Butterschiff erinnern.
Grenzen und der Bodensee
Damals wurde versucht, den nicht genau definierten Verlauf der Staatsgrenze auf dem Bodensee so zu deuten, dass auf der Seemitte internationales Gewässer sei, weshalb dort Waren zoll- und steuerfrei verkauft werden dürften. Den «Butterschiffen» war nur ein kurzes Leben beschieden, bevor sie juristisch gestoppt wurden.
Tisserand will das Thema nun laut Medienmitteilung künstlerisch umsetzen: Er will auf dem Schiff selbst Butter herstellen, die als Buttermödeli an Ort und Stelle zollfrei bezogen beziehungsweise gegessen werden soll.
Dadurch will Tisserand die Lebensverhältnisse der Einwohner am See thematisieren: Grenzen, Zollgebühren, kulturelle Unterschiede wie auch Gemeinsamkeiten ordneten die Identitäten der Menschen am See.
Landschaft als Thema
Der in Eschenz TG lebende Tisserand ist durch fast pointilistisch gemalte Landschaftsbilder bekannt geworden. Landschaft spielt in seinem Werk eine grosse Rolle. Im Jahr 2003 zeigte er mit «Gedächtnis einer Landschaft» nicht realisierte Bauprojekte am Bodensee. 2007 thematisierte er die Landschaft des Seerückens als verletzbare Idylle.



























