Bühlerinnen im Schweizer Cup erneut in 1. Hauptrunde
Fussball. Wie vor einem Jahr trafen die Frauen des FC Bühler in der letzten Vorrunde des Schweizer Cup auf einen 1. Ligisten.
Und auch in diesem Jahr konnten die Mittelländerinnen den Favoriten aus dem Rennen werfen und stehen verdient in der 1. Hauptrunde des Schweizer Cup 2009/2010.
Jeder Schuss ein Treffer
Wer an diesem Samstagabend zu spät auf der Göbsimühle erschien, der hatte schon einiges verpasst. Nachdem die physisch starken Züricherinnen gleich versuchten, die Gegnerinnen mit ihrer Härte und ihrem Tempo zu beeindrucken, waren es die Bühlerinnen, welche früh in Führung gingen. Und wie! Nach vier Minuten wurde Andrea Inauen herrlich von Aline Riesen bedient und verwertete die Vorlage zum 1-0. Und es dauerte keine Minute, bis sich Andrea Inauen bei ihrer Teamkollegin revanchierte. Ein Traumpass in die Tiefe, und Aline Riesen zeigte alleine vor der Torfrau keine Nerven – 2-0 nach fünf Minuten. Aber es kam noch besser. Wieder keine 60 Sekunden später zog Olivia Schneider aus der zweiten Reihe ab, und der Ball zappelte erneut im Netz. Der dritte Treffer innert 270 Sekunden und das 3-0 nach sechs Spielminuten.
Wichtige Tore durch Bötschi und Ruckstuhl
Die sichtlich geschockten Gegnerinnen brauchten einige Zeit, um wieder ins Spiel zu kommen. In der 14. Minute gelang auch ihnen der erste Treffer. Nach einem Eckball konnten die Mittelländerinnen den Ball nicht aus der Gefahrenzone bringen, und eine Spielerin von Bülach erzielte aus dem Gewühl heraus den Anschlusstreffer. Sofort war wieder eine gewisse Anspannung beim Heimteam spürbar, doch die Appenzellerinnen hatten die richtige Antwort auf Lager: Alexandra Bötschi zirkelte einen Freistoss aus spitzem Winkel herrlich in die entfernte obere Torecke – ein Traumtor zum 4-1. Nach diesem Treffer versuchten die Gäste aus Bülach das Spiel zu kontrollieren und schnell wieder den Anschluss zu finden. In dieser Phase gerieten die Mittelländerinnen unter Druck. Für das Aufbäumen wurden die Zürcherinnen in der 33. Minute mit dem neuerlichen Anschlusstreffer belohnt. Auch in der Folge versuchten sie den Druck auf das Bühlerer Tor aufrecht zu erhalten. Dafür, dass kein weiterer Treffer für die Gäste gelang, zeichnete sich Rebecca Johnson im Tor von Bühler verantwortlich. Ihr Können war einige Male gefragt – so auch in der 38. Minute, als sie einen Weitschuss mit den Fingerspitzen noch an die Latte lenkte.
Das Heimteam kam gegen Ende der ersten Halbzeit noch zu einigen Konterchancen. Ein Heber von Selina Ruckstuhl konnte eine Verteidigerin gerade noch vor der Linie klären. Nach einem Eckball in der 44. Minute war dann aber keine Spielerin im Weg, als Selina Ruckstuhl die Hereingabe von Olivia Schneider mit einer Direktabnahme zum 5-2 Pausenresultat verwertete.
In der zweiten Hälfte waren die Mittelländerinnen vor allem mit Defensivarbeit beschäftigt. Die Zürcherinnen rannten an und versuchten, möglichst schnell den Anschluss zu schaffen. Jedoch brauchten die Bülacherinnen bis zur 58. Minute, ehe ihnen der Treffer zum 5-3 gelang. Doch auch danach wussten die Mittelländerinnen mit einer grandiosen, mannschaftlich geschlossenen und kämpferischen Leistung das Resultat zu verteidigen. Auch wenn die Gäste in der zweiten Halbzeit mehr vom Spiel hatten, gelang es ihnen nur selten, wirklich gefährlich vor dem Bühlerer Tor aufzutauchen. Rebecca Johnson im Tor war auch in der zweiten Halbzeit ein sicherer Rückhalt, und die Abwehr um Mariella Capatt zeigte eine konzentrierte und tadellose Leistung.
Spannung bis zum Schluss
Trotzdem blieb die Spannung bis zum Schluss erhalten, denn jedem war klar, dass das Spiel bei einem allfälligen vierten Treffer der Gäste noch hätte kippen können. Die Torfrau von Bühler entschärfte dann in der 88. Spielminute nochmals einen gefährlichen Angriff der Bülacherinnen, und nach endlos scheinenden sechs Nachspielminuten beendete der Schiedsrichter die Partie. Jubelnd lagen sich die Spielerinnen in den Armen und feierten den Einzug in die nächste Cuprunde. Dem Team von Trainer Riedener ist es nun schon zum zweiten Mal hintereinander gelungen, als Underdog in die 1/16-Finals des Schweizer Cup vorzustossen. Und nun hoffen die Bühlerinnen natürlich auf ein attraktives Los, denn ab der kommenden Runde greifen auch die NLA-Mannschaften ins Cup-Rennen ein.



























