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Bühler gewinnt spannendes Mittelland-Derby

Fussball. Der Schnee schmolz rechtzeitig weg und viele Zuschauer waren anwesend. Die Rahmenbedingungen für ein spannendes Derby zwischen den Nachbardörfern Teufen und Bühler stimmten.

Spiele zwischen diesen beiden Teams sind oft sehr brisant und sorgen schon im Vorfeld für viel Gesprächsstoff. Torszenen und brisante Szenen gab es für die zahlreichen erschienenen Zuschauer dann auch zuhauf.

Die jungen Mannen des FC Teufen legten los wie die Feuerwehr und beschäftigten die Bühlerer Abwehr stark. In der 9. Minute kam Vasiljevic des FC Teufen nach schönen Durchspiel zum Schuss und versenkte den Ball zum 1:0 für die Gäste. Teufen hielt das Tempo hoch und kam zu weiteren Grosschancen. Auch eine frühe, verletzungsbedingte Auswechslung – Bassanello kam für Kim – störte den Spielfluss der Teufner nicht. In der 13. Minute zielte ein Gästestürmer aus guter Position zu hoch und in der 20. Minute kam Knechtle nach sauberer Vorarbeit seines Mitspielers einen Tick zu spät. Nur fünf Zeigerumdrehungen später vergab Torschütze Vasiljevic nach einer sehenswerter Aktion völlig freistehend. Der FC Teufen verpasste es in dieser Anfangsphase das Score zu erhöhen. Bühler fand besser ins Spiel. Vor allem der erneut überragende Alex Rüesch versuchte das Spiel immer wieder anzukurbeln.

Teufen mit starker Anfangsphase und Platzverweis nach einer halben Stunde
Nach einer halben Stunde schwächte sich Teufen selbst. Manuel Huber foulte bei der Mittellinie – in einer völlig ungefährlichen Spielzone am Spielfeldrand Nandor Gajdos. Der Schiedsrichter zeigte dem Foulenden die gelbe Karte, was einer harten Entscheidung gleichkam. Huber, überrascht wegen der gelben Karten protestierte heftig. Zu heftig wie sich zeigte, worauf ihn der Schiedsrichter vorzeitig unter die Dusche schickte. Der Schiedsrichter zog seine (harte) Linie während des ganzen Spiels durch und verwarnte viele weitere Spieler. Der FC Bühler profitierte von diesem Platzverweis und übernahm fortan das Spielgeschehen. Die Zuschauer mussten sich aber bis zur 45. Minute gedulden, bevor sie die erste grosse Chance zu sehen bekamen. Tim Haug wurde über die linke Seite herrlich lanciert und setzte sich mit seiner Schnelligkeit und überragender Technik gegen drei Gegenspieler durch und traf zum umjubelten Ausgleich. Es war definitiv das schönste Tor des Abends.

Bühlers starke zweite Halbzeit
Nach dem Pausentee waren es die Bühlerer die weiter dominierten. In der 50. Minute hatte der aufgerückte Andreas Zeller eine Doppelchance. Seinen ersten Schuss aus 16 Metern wurde von Höhener pariert. Der Nachschuss von Zeller wurde gerade nach ums Tor gelenkt. Beim darauf folgenden Eckball traf Alex Rüesch aus bester Position den Ball nicht ideal. Es ging in diesem Stil weiter. Nur wenige Minuten später verzückte der auffällige Tim Haug die Zuschauer mit einem Solo. Seine Rückgabe gelangte zu Alex Rüesch der aus 18 Metern wuchtig abzog. Doch auch diesen Schuss konnte Höhener halten. Nach einer Stunde ging Bühler in Führung. Suat Iyigün zirkelte einen Ball genau auf Alex Rüesch, der am höchsten steigend, wunderbar über den Torwart in die weite Ecke traf. Drei Minuten später hatte Noah Frehner – der Ex-Teufner, der mit seiner Einwechslung nochmals für gehörigen Schwung sorgte – das dritte Tor auf dem Fuss. Nach einem Doppelpass zwischen Nagy und Haug, schoss Frehner haarscharf am Pfosten vorbei. Bühler zeigte die stärkste des Spiels. In der 70. und 76. Minute sorgte Noah Frehner mit seinem Vorchecking für Unsicherheiten bei Teufen und zweimal schossen ihn Verteidiger oder Torwart des FC Teufen an und beide Male kullerte der Ball beinahe ins Tor.

Zweiter Platzverweis gegen Teufen[t] Von Teufen war bis zur 80. Minute offensiv nichts mehr zu sehen. Diese Minute hatte es jedoch in sich. Robin King gelangt in den Strafraum und wurde von Luis Munoz gestört. King fiel hin und viele dachten beim Pfiff des Schiedsrichters, es gäbe Penalty. Doch weit getäuscht. Der Schiedsrichter liess sich von der wohl zu theatralischen Flugeinlage Kings nicht täuschen und verwarnte ihn konsequenterweise. Da King kurz zuvor bereits eine gelbe Karte sah, musste er das Spielfeld verlassen. Bühler in doppelter Überzahl, dass musste die Entscheidung sein, oder? Weit gefehlt. Die junge Teufner Truppe erspielte sich im Unterzahl zwei grosse Ausgleichsmöglichkeiten. In der 82. Minute stoppte Matjias Dunder, der sich zuvor kaum auszeichnen konnte, Raphael Labhart mit einer gekonnten Fussabwehr. Und kaum war diese Szene vorbei, kam Teufens Kapitän Michael Knechtle alleine im Strafraum gelassen zum Schuss, zielte aber weit über das Tor. In den letzten fünf Minute hatte Bühler aber auch mit Noah Frehner mit Luis Munoz zwei gute Möglichkeiten die Führung auszubauen. Vor allem Munoz’ Schuss hätte rein gehen müssen. In der zweiten Nachspielminute gelang dem FC Bühler der dritte und entscheidende Treffer doch noch. Kapitän Dominik Nagy versorgte den Ball nach toller Vorarbeit Frehner’s im Teufner Tor.

Der FC Bühler gewann das Spiel verdient. Vor allem nach dem ersten Platzverweis zeigten die Spieler der Heimmannschaft ein gutes Spiel. In der Abwehr zeigte Martin Pardal eine überragende Leistung. Der FC Teufen spielte aber ebenfalls eine gute Partie. So meinte FC Bühler Trainer Adi Rickert nach dem Spiel, dass man lange nicht gemerkt habe, dass seine Mannschaft in Überzahl spielte. Rickert darf auf einen sehr gelungenen Einstand als Trainer beim FCB zurückblicken. Seine Mannschaft ist seit sieben Spielen unbesiegt und verlor bisher nur einmal. Die beiden unnötigen Unentschieden gegen Fortuna und Abtwil ärgern in dennoch, ergänzte Rickert.Trotzdem, Bühler überwintert punktgleich mit Teufen auf dem hervorragenden dritten Rang. Vor diesen beiden Teams stehen mit vier Punkten Vorsprung, ebenfalls punktgleich, Speicher und Gossau an der Spitze. Gegen hinten haben sich diese vier Mannschaften hingegen recht abgesetzt. Man darf sich also auf einen spannenden Vierkampf im Frühling freuen.

[t]Herren, 4. Liga, Samstag, 1. November 2008
FC Bühler – FC Teufen 3 : 1 (1 : 1)

Bühler spielte mit:
Matijas Dunder, Nandor Gaidos, Andreas Zeller, Martin Pardal, Sacha Büsch, Luis Munoz, Alex Rüesch, Suat Iyigün, Tim Haug, Dominik Nagy, José Martinez, Noah Frehner, Lucas Arias, Patrick Manini, Manuel Looser,

Teufen spielte mit:
Hans Höhener, Lukas Stadelmann, Kenneth Aspin, Marco Bassanello, Marius Neff, Cyrill Rohner, Conrad Kim, Cédric Vasilijevic, Manuel Huber, Beni Hermann, Michael Knechtle, Robin King, Philipp Berlinger, Raphael Labhart, Simon Bär, Jonathan Fausch,

Bemerkungen:
Zuschauer: 160
Bühler ohne: Salihovic, Romano, Schai, Hörler (verletzt), Zahirovic, Santos, Widmer, Huber (abwesend)

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 02.11.2008 - 10:10:00