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Budget mit stabilem Steuerfuss

Urnäsch. Der Gemeinderat hat das Budget 2008 zuhanden der Stimmberechtigten verabschiedet

Nachdem der Gemeinderat Urnäsch das Budget 2008 in zustimmendem Sinne zuhanden der Stimmberechtigten verabschiedet hat, werden diese am Dienstag, 8. Januar, 20 Uhr, in der Schulanlage Au an einer öffentlichen Versammlung abschliessend über Budget und Steuerfuss entscheiden. Im Anschluss daran lädt der Gemeinderat zu einem Neujahrsapéro ein und verteilt gleichzeitig die vom Kanton symbolisch abgegebenen Schoggi-Goldbarren unter dem Motto «es hät so langs hät» an die anwesenden Urnäscherinnen und Urnäscher.

Ausgeglichene Rechnung
Das Budget 2008 rechnet in der Laufenden Rechnung bei Ausgaben von 12,415 Millionen Franken mit einem Einnahmenüberschuss von 4449 Franken und schliesst damit praktisch ausgeglichen ab. Die Ausgaben bewegen sich leicht über dem budgetierten Aufwand im laufenden Jahr von 11,834 Millionen Franken. Für das kommende Jahr ist ein Ertrag von 12,419 Millionen Franken budgetiert, dieser liegt damit 500 000 Franken über dem budgetierten Ertrag des laufenden Jahres.

Die einzelnen Ausgabenposten bewegen sich grösstenteils im Rahmen der Zahlen des laufenden Jahres. Mit einem Nettoaufwand von drei Millionen Franken ist die Schule der gewichtigste Posten, das Ressort Soziales rechnet mit einem Nettoaufwand von rund einer Millionen Franken, was einer Steigerung von 150 000 Franken entspricht. Erfreulich das budgetierte Ergebnis im Ressort Forst- und Landwirtschaft, welches bei Ausgaben von 1,037 Millionen Franken mit einem Ertragsüberschuss von rund 10 000 Franken rechnet. Für die Allgemeine Verwaltung wird mit einem Nettoaufwand von 874 000 Franken gerechnet, was in etwa dem Budgetbetrag des laufenden Jahres entspricht.

Auf der Einnahmenseite fallen vor allem die Steuern ins Gewicht, welche mit 4,986 Millionen Franken veranschlagt werden; im laufenden Jahr wird mit Steuereinnahmen von rund 4,952 Millionen Franken gerechnet. Der Gemeinderat Urnäsch geht davon aus, dass die wegen der kantonalen Steuergesetzrevision zu erwartenden Steuerausfälle durch das Geld aus dem Nationalbankgoldverkauf, es wurde für den Schuldenabbau verwendet, und dem Härteausgleich im kantonalen Finanzausgleich nahezu kompensiert werden können.

Keine Steuerfusssenkung
Im Gegensatz zu anderen Gemeinden verzichtet der Gemeinderat Urnäsch auf eine Steuerfusssenkung und beantragt den Stimmberechtigten den Steuerfuss auf 4,6 Einheiten zu belassen. Trotzdem werden auch die Urnäscher weniger Steuern bezahlen müssen, sinkt doch der kantonale Steuerfuss um 0,3 Einheiten. Hauptgrund für den Verzicht auf eine Steuerfusssenkung in der Gemeinde sind die zahlreichen Investitionen, die Urnäsch in den letzten Jahren getätigt hat. So etwa die neue Turnhalle Au, die Renovation des Schulhauses Haltentobel, die neue Hintereggbrücke sowie das Fernwärmenetz. Dazu hat der Kanton verschiedene Strassen in und um Urnäsch saniert, daran hatte die Gemeinde Beiträge zu leisten. Diese Investitionen haben die Verschuldung der Gemeinde ansteigen lassen und der Gemeinderat will diese zuerst zu reduzieren, bevor eine Steuerfusssenkung ein Thema sein wird. Ob dies bereits auf das Jahr 2009 der Fall sein wird ist offen, zuerst will man etwas mehr Klarheit über die Folgen der kantonalen Steuergesetzrevision und den kantonalen Finanzausgleichs.

Investitionsplanung
Obwohl die Gemeinde in den letzten Jahren Einiges investiert hat, sind auch im kommenden Jahr wieder Investitionen in der Höhe von einer Million Franken vorgesehen. Im Hochbau werden es 520 000 Franken sein, insbesondere für die Erweiterung des Office in der Schulanlage Au, die Sanierung des Wohnhauses Sölzer sowie eine Teilsanierung des Gemeindehauses. Im Bereich Strassen, Wege, Plätze werden rund 360 000 Franken investiert. Dabei geht es vor allem die Neugestaltung des Kanzleiplatzes und dessen Umgebung sowie um einige kleinere Strassensanierungen. Im Hinblick auf die Eröffnung des Feriendorfes ist zudem vorgesehen, im Dorfbereich einheitlich gestaltete Hinweistafeln und Wegweiser aufzustellen, damit sich die Feriengäste in Urnäsch und Umgebung rasch zurechtfinden.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 06.12.2007 - 15:22:00