Brand in Gefängniszelle
Niederteufen/AR. Beim Brand in einer Zelle des Kantonalen Gefängnises Appenzell Ausserrhoden in Niederteufen, in der Nacht auf Dienstag, 9. August 2011, wurde ein 21-jähriger Insasse leicht verletzt. Der Sachschaden wird auf mehrere tausend Franken geschätzt.
Wenige Minuten vor Mitternacht ging in der Notrufzentrale der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden eine automatische Brandmeldung vom Kantonalen Gefängnis in Niederteufen ein. Unverzüglich wurden die Feuerwehr Teufen-Bühler-Gais, mehrere Polizeiangehörige und zwei Ambulanzen aufgeboten.
Eine sich zufällig beim Gefängnis aufhaltende Polizeipatrouille konnte zusammen mit dem Anstaltspersonal die ersten Sofortmassnahmen treffen. Den rund 50 Feuerwehrangehörigen gelang es rasch den Brand in der Zelle im zweiten Obergeschoss zu löschen. Die Polizei- und Feuerwehrkräfte konnten den 21-jährigen Nigerianer aus der Brandzelle retten und zur Ambulanz bringen. Zwei Insassen von Nachbarzellen konnten unverletzt evakuiert werden und wurden vorübergehend in den Gefangenenhof gebracht. Der 21-jährige, verletzte Insasse wurde bewacht von zwei Polizisten mit einer Ambulanz in Spitalpflege verbracht. Er erlitt lediglich einige Brandwunden und konnte nach der ärztlichen Behandlung, am frühen Dienstagmorgen wieder ins Gefängnis nach Niederteufen zurückgeführt werden. Die rund 50 Gefängnisinsassen des anderen Gefängnistraktes wurden vom Vorfall nicht betroffen.
Die bisherigen Abklärungen haben ergeben, dass der 21-jährige, nigerianische Asylbewerber in seiner Zelle selbst den Brand gelegt hatte. Er wollte sich damit offensichtlich gegen die angeordnete Ausschaffung aus der Schweiz in sein Heimatland wehren.



























