Biber-Plage im Kanton
TG. Der Kanton hat ein Problem mit Meister Biber. Die Population hat sich seit 1994 verdreifacht. Bauern und Hobby-Gärtner leiden unter dem «radikalen Tier».
Gut 1000 Tiere sollen es sein, welche Dämme bauen, Bäume fällen und sich durch landwirtschaftliche Entwässerungsgräben und Privatgärten fressen. Eine schweizweite Aktion soll nun definitiv Aufschluss darüber geben, wie viele es wirklich sind – und welche Konsequenzen daraus gezogen werden sollen.
Mit rund 230 Tieren hat der Kanton Thurgau laut der «Sonntags Zeitung» die höchste Quote an Bibern, welche auch Zuckerrüben und Obstbäume zerstören. Nun rüstet der Kanton auf: Seit letzter Woche steht in Hüttingen die erste Bibersperre der Schweiz. Dabei handelt es sich um ein vier Meter hohes Gitter im Dorfbach, welches verhindern soll, dass die Nagetiere erneut graben und bauen und somit den Bach zum Überlaufen bringen.
Es gab bereits einen gröberen Vorfall, bei dem die Strasse an einem Uferweg zusammen brach, nachdem sich die Nager unter der Strasse durchgegraben hatten. «Einige der Schäden haben wir erst bemerkt, als sich die Strasse zu senken begann», sagt Max Koradi vom Tiefbauamt in der «Sonntags Zeitung».
Bund und Kantone teilen sich die Kosten je zur Hälfte. Zurzeit liegt der Schaden noch bei einigen Zehntausend Franken pro Jahr. Sollte sich Meister Biber jedoch weiterhin so stark ausbreiten, dürfte sich auch die finanzielle Lage verschlimmern.



























