Bewohner beklagen sich über Gestank
Schwellbrunn. Die Bewohner der Region klagen über unangenehme Gerüche, die von der Biogasanlage ausgehen.
Bewohner in der Umgebung von Herisau-Schwellbrunn klagen aber seit geraumer Zeit über unangenehme Gerüche aus dem Gebiet Aedelswil. Anfangs Dezember ging beim Kanton eine Petition ein mit dem Ziel, diese störenden Gerüche zu unterbinden.
Bewohner in der Umgebung der Biogasanlage der Jakob Bösch AG klagen seit geraumer Zeit über unangenehme Gerüche vom Standort in Aedelswil/Schwellbrunn. Diese sind derart intensiv, dass Betroffene anfangs Dezember beim Kanton eine Petition mit 450 Unterschriften eingereicht haben.
Sie wollen diese Geruchsbelästigung nicht mehr hinnehmen. Das Ziel der Petitionäre ist nicht die Schliessung der Anlage, sondern die Unterbindung der störenden Gerüche. Auch vom kantonalen Amt für Umwelt werden diese Immissionen als übermässig eingestuft.
Klare Auflagen
Das Problem mit schlechten Gerüchen hat sich seit Inbetriebnahme der Anlage anfangs 2007 verstärkt, und die Klagen haben sich seit Sommer letzten Jahres gehäuft. Die störenden Immissionen werden aber nicht dauernd wahr genommen; denn Windrichtung, Tages-/Nachtzeit oder Luftlage spielen bei deren Ausbreitung wichtige Rollen.
Kanton und Betreiber reagierten schon bei früheren Klagen – und nahmen technische und betriebliche Verbesserungen an der Anlage vor. Dank diesen konnte eine Entspannung erreicht werden, die für einen dauerhaften Erfolg aber noch nicht ausreichte.
Aufgrund weiterer Klagen hat das Amt für Umwelt seine Abklärungen und betrieblichen Interventionen verstärkt. Und es zeigte sich, dass mehrere Quellen für die Geruchsbelastung verantwortlich sind: Neben der Biogasanlage trägt auch die Futterküche und der Schweinemastbetrieb zur Geruchsbildung bei. In enger Zusammenarbeit mit dem Betreiber ermittelten Experten geeignete Massnahmen zur Eindämmung der Gerüche.
Sie richteten ihr Augenmerk dabei auf die Abluft der Anlagen; denn eine der kantonalen Auflagen heisst klar: Geruchsbelastete Abluft ist möglichst nahe der Quelle zu fassen und so zu behandeln, dass die abgeleitete Restbelastung keine lästigen oder schädlichen Immissionen verursacht.
Verbesserte Abluftreinigung
Bis spätestens Ende März soll nun die Abluftreinigung der Biogasanlage mit zusätzlichen Oxidationsstufen ergänzt, ein Filtersystem für den Gaszwischenbehälter montiert sowie bis Ende April die Abluftreinigung der Futterküche verbessert werden.
Amt und Betreiber sind überzeugt, dass damit die unangenehmen Gerüche soweit vermindert werden können, dass keine Belästigungen mehr zu befürchten sind. Bis diese technischen Massnahmen umgesetzt sind ist der Betrieb verpflichtet, die Ausführung der kritischen Prozessstufen auf ein Minimum zu beschränken.
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– «Wieder frische Luft in Schwellbrunn» vom 6. Dezember 2007



























