Beweidungsversuch mit Hochlandrindern
Basadingen-Schlattingen. Im Naturschutzgebiet Sürch hat die Abteilung Natur und Landschaft des Amtes für Raumplanung am 11. April einen Beweidungsversuch mit vier Hochlandrindern gestartet.
Mit der Beweidung einer Teilfläche des Naturschutzgebietes soll unter anderem der Amphibienbestand gefördert werden.
Das Naturschutzgebiet Sürch bei Schlattingen ist bereits heute ein Amphibiengebiet von nationaler Bedeutung. Mit einer Beweidung sollen lichte, offene und strukturreiche Flächen entstehen, die insbesondere dem Laubfroschbestand helfen werden, sich positiv zu entwickeln.
Der Beweidungsversuch mit Hochlandrindern soll vor allem auch aufzeigen, ob Neophyten wie beispielsweise Goldruten und Japanischer Knöterich, die unsere einheimischen Arten verdrängen, kostengünstig bekämpft werden können. Hochlandrinder eignen sich aufgrund ihrer bescheidenen Futteransprüche, ihres geringen Gewichtes und der breiten Spalthufe ganz besonders für die Natur- und Landschaftspflege in Feuchtgebieten.
Der Versuch wird vom örtlichen Natur- und Vogelschutzverein und einem Naturschutzfachmann betreut und dokumentiert. Die Freilassung von zwei Kühen mit zwei Kälbern erfolgte im Einvernehmen mit dem kantonalen Forstamt, den privaten Grundeigentümern und der Gemeinde.
Ein weiterer Beweidungsversuch ist in Sulgen geplant, wo sich ein weiteres Amphibiengebiet von nationaler Bedeutung befindet.



























