Betrunkener rammt drei Autos
ZUG ZG. Beim Versuch, rückwärts zu parkieren, beschädigte ein betrunkener Automobilist in Zug drei Autos. Statt sich um die Schäden zu kümmern, lief er einfach davon. Doch mit sei-nen Fussabdrücken im Neuschnee verriet sich der Schweizer gleich selbst.
Hätte sich ein 30-jähriger Autofahrer aus dem Kanton Bern doch nur an den Leitsatz der Ver-kehrsprävention "Drink or Drive" gehalten – es wäre ihm eine Menge Ärger erspart geblieben. Nach einem durchzechten Donnerstagabend (14. März 2013) in einer Zuger Bar, stieg der Mann in sein Auto und fuhr ins gut drei Kilometer entfernte Wohnquartier Riedmatt. Dort ver-suchte er, sein Fahrzeug auf einem Parkfeld abzustellen. Doch weil aufgrund des Alkoholkon-sums das Feingefühl fehlte, prallte er rückwärtsfahrend in ein parkiertes Auto und schob dieses gleich in einen weiteren Wagen. Neuer Versuch, neues Glück? Der Mann verliess den Park-platz und probierte es auf einem anderen Parkfeld erneut. Wieder misslang sein Vorhaben und er rammte ein weiteres Fahrzeug. Die unterdessen die Stille der Nacht durchbrechenden Alarmanlagen zweier Autos machten einen Anwohner auf den Betrunkenen aufmerksam. Der Nachbar beobachtete durch sein Schlafzimmerfenster, wie der Lenker – nachdem er sein Auto endlich parkiert hatte – einen kurzen Augenschein der verursachten Schäden nahm und an-schliessend in der Dunkelheit verschwand.
Doch seine Spuren liess der Schweizer nicht nur in Form von Dellen an den Autos zurück. Fri-sche Fussabdrücke im Neuschnee führten die avisierten Zuger Polizisten direkt zur Wohnung, wo der Berner nächtigte.
Der 30-Jährige musste seinen Führerausweis auf der Stelle abgeben. Im Spital wurden ihm ei-ne Blut- und zusätzlich eine Urinprobe entnommen, da er angab, kürzlich gekifft zu haben. Der Beschuldigte wird sich vor der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug verantworten müssen.
Es entstand Sachschaden in der Höhe von mehreren Tausend Franken.



























