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Betrugsvorgehensweise «Nigeria Connection»

Schaffhausen. Die Schaffhauser Polizei hat einen Mann verdächtigt, Gelder einer ihm bekannten Person entgegengenommen und zweckentfremdet verwendet zu haben.

Die Schaffhauser Polizei führte ein Ermittlungsverfahren gegen einen nicht im Kanton Schaffhausen wohnhaften Mann wegen Verdachts des Darlehensbetruges. Allein eine geschädigte Person aus dem Kanton Schaffhausen übergab dem Beschuldigten innerhalb von zweieinhalb Jahren rund  240’000.- Franken zur Investition. Im Zuge der polizeilichen Ermittlungen zeigte sich, dass Letzterer offensichtlich selbst Opfer eines grossangelegten Betruges der „Nigeria Connection“ geworden war.

 

Der Beschuldigte wurde im Glauben daran, in Not geratenen und kranken Flüchtlingen zu helfen und mit der Aussicht auf eine spätere, grosszügige Entlöhnung im Millionenbereich immer wieder dazu gebracht, Gelder ins Ausland zu überweisen. Da die wiederholt geforderten Geldsummen seine eigenen finanziellen Möglichkeiten sprengten, überzeugte der Mann ihm bekannte Drittpersonen, ihn finanziell bei diesen «attraktiven Investitionen» zu unterstützen. Dabei machte er den Geschädigten ähnlich grosszügige Gewinnversprechungen, wie sie ihm selbst in Aussicht gestellt worden waren.

 

Die betrügerische Vorgehensweise der „Nigeria Connection“ (Name geht auf eine nigerianische Betrugsbande zurück) ist in etwa immer die gleiche, nur die Geschichten dazu ändern sich. Zu Beginn werden den Adressaten in E-Mails, Faxen oder persönlichen Briefen ausserordentliche Profite in Aussicht gestellt. Oftmals geben die Verfasser zu verstehen, dass es sich um eine höchst vertrauliche Angelegenheit handle, weil ein hoher Geldbetrag, der sich auf einem Konto im Ausland befinde, auf ein Konto der angeschriebenen Person transferiert werden soll. Als Beweis werden den Interessenten jeweils gefälschte Zertifikate, Bestätigungen, Verträge, Belege oder Passkopien zugestellt. Ist deren Vertrauen gewonnen, wird ein Gebührenvorschuss oder eine sonstige finanzielle Leistung erbeten, um das Geld transferieren zu können. Zur Bezahlung angeblich notwendiger Zertifikate und Bestätigungen internationaler Organisationen, Behörden oder Überwachungsinstitute wird sodann verschiedentlich um weitere Gelder ersucht. Danach sollte der versprochene Geldbetrag umgehend überwiesen werden. Dabei kommt es jedoch erneut und wiederholt zu Verzögerungen und Problemen, wodurch der Geldtransfer vorübergehend blockiert wird und gleichzeitig wieder neue Gebühren oder Kosten zur Auslösung der Transaktion anfallen. Die versprochene Summe gelangt nie zur Auszahlung.

 

Die Schaffhauser Polizei weist darauf hin, keine Investitionen in diesem Zusammenhang zu tätigen. Präventionsinformationen zu derartigen Betrugsversuchen finden sich im Internet unter www.den-trick-kenne-ich.ch.

SchaffhausenSchaffhausen / 27.01.2010 - 08:32:48