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«Besteht eine Gesamtstrategie?»

Flawil/SG. Der SP Kantonsrat Peter Hartmann will von der Regierung wissen, ob für das öV-Angebot in der Region Wil-Uzwil eine Gesamtstrategie besteht. Es zeigt sich, dass die Umstellung von der Bahn auf Busse zu erheblichen Kosten führt und die Busse oft im Stau stehen werden.

Die Einfache Anfrage von SP Kantonsrat Peter Hartmann, Flawil im Wortlaut:

Mit dem Bericht zur Entwicklung des öffentlichen Verkehrs im Kanton St.Gallen wurde bekannt, dass die Bahnhöfe Algetshausen und Schwarzenbach geschlossen werden sollen.  Grund dafür sind Engpässe auf der Strecke zwischen Winterthur und St.Gallen als Folge der Verdichtung der Zugsverbindungen. Die Erschliessung eines grossen Gebietes zwischen Wil und Uzwil soll ab 2013 neu durch Busse erfolgen. Bereits beim Bekanntwerden der neuen Strategie mit Bahnhofschliessungen protestierten weite Teile der Bevölkerung und die Behörden der betroffenen Gemeinden. Kritisiert wurde vor allem, dass die Qualität der Erschliessung verschlechtert und die Sicherheit der Anschlüsse an die Schnellzüge in Wil nicht garantiert werden kann.
In der Zwischenzeit wurde im Kanton St.Gallen die Initiative zur Vorfinanzierung von Schieneninfrastrukturen eingereicht. Damit sollen unter anderem die Engpässe zwischen Zürich und St.Gallen rasch beseitigt werden. Sie setzt aber auch Druck auf, dass die Verantwortlichen die Beseitigung der Engpässe an die Hand nehmen. Die Folgen für die Region Wil – Uzwil wären sehr positiv: Statt Bahnhofschliessungen könnte der Bevölkerung dieser Region den gleichen Ausbau der S-Bahn wie anderen Regionen mit komfortablem Rollmaterial und Sicherheit bei den Anschlüssen an die Schnellzüge Richtung Zürich und St.Gallen angeboten werden.
Parallel dazu wird langsam ersichtlich, welche Kosten für die Umstellung von der Bahn auf den Busbetrieb anfallen werden: Allein die Kreisel am Stadtrand von Wil, die einen Teil des Stauproblems für die Busse beseitigen sollen, sollen nach ersten Schätzung fast sechd Millionen Franken kosten. Damit aber ist die Anschlusssicherheit bei weitem noch nicht gegeben. Weitere Engpässe müssten behoben und die Bevorzugung der Busse mit separaten Busspuren rasch umgesetzt werden, ohne die Sicherheit zu haben, dass die Ziele erreicht werden können.
Bahn und Bus sollen sich ergänzen. Die Vorteile der beiden Transportarten müssen aber gezielt und am richtigen Ort eingesetzt werden. Mit dem (gemäss St.Galler Tagblatt allenfalls zeitlich befristeten) Wechsel auf den Busbetrieb im Raume Wil – Uzwil geht der Weg in die falsche Richtung.

Ich bitte die Regierung um die Beantwortung der folgenden Fragen:
1.    Gibt es eine Gesamtübersicht, an welchen Stellen rund um Wil und Uzwil Ausbauten vorgenommen werden müssten, damit nach den Bahnhofschliessungen die Anschlüsse an die Schnellzüge Richtung Zürich und Winterthur (allenfalls) gesichert werden können und was die Ausbauten kosten werden? 
Wenn ja: Wie sieht diese aus?
Wenn nein: Wann liegt eine Gesamtsicht vor und wer hat dabei die Federführung?

St.GallenSt.Gallen / 16.06.2009 - 14:55:40