«Beste hiesige Müller-Thurgau-Weine»
Iselisberg/TG. Als Auftakt zur Kürung «Beste hiesige Müller-Thurgau-Weine» degustierte eine unabhängige Jury 58 Weine aus der Rebsorte Riesling x Sylvaner.
Fazit: Die Weine präsentieren sich in ihrem Ausbau vielfältiger als früher. Dabei wird sehr auf Qualität geachtet.
thurgauweine.ch – der Branchenverband der Thurgauer Weinproduzenten (BTW), organisiert für seine Mitglieder regelmässig Weinprämierungen. Er ermöglicht ihnen damit einerseits ihre hiesigen Weine untereinander zu vergleichen. Anderseits bekommen die Konsumenten via die am 26. März zur Verleihung kommenden Silber- und Golddiplome Hinweise auf die vom Degustationsgremium als die«Besten der Besten» erkannten Weinkelterungen aus der Rebsorte «Mülller-Thurgau». Allein schon die Tatsache, dass fast 60 Weinproben zu der an zwei Tagen durchgeführten degustatorischen Prüfung eingereicht worden sind, zeigt den Willen und die Fähigkeit der Thurgauer Weinbranche, Gutes und Vielfältiges auf den Markt zu bringen.
«Kritisch und exakt»
Ganz bewusst umfasste das siebenköpfige Degustationsgremium mit Walter Deppeler von der Weinbaugenossenschaft Schinznach AG als Technischer Leiter an seiner Spitze nicht nur Önologen und Fachpersonen aus der Winzerei. Auch die Sichtweise der Konsumenten und der Öffentlichkeit war vertreten, und in der Jury sass auch der amtierende Thurgauer Bacchus, Markus Eugster.
Hans-Peter Wägeli, der als Obmann den Ablauf dieser Blindverkostung organisierte und überwachte, zollte den Degustierenden nach den zwei halben Tagen der Beurteilung Respekt: «Die eingereichten Weine wurden kritisch und exakt geprüft». Lag die Benotung – es galt, für Nase, Gaumen, Reintönigkeit und Gesamteindruck maximal 20 Punkte zu vergeben – mehr als zwei Punkte auseinander, so wurde das Resultat diskutiert und es musste argumentiert werden. Zum Ausdruck kam auch, dass sich der Jahrgang 2007 schön reif präsentiert, während sich die bereits abgefüllten Müller-Thurgau-Weine aus dem vergangenen Jahr jugendlich-ungestüm und sehr fruchtig zeigen.
Konsumentengerechte Weine
Neben der traditionellen klassisch-fruchtigen Variante hatten die Mitglieder des BTW auch Spät- und Auslesen eingereicht, sowie Weine, die im Holz ausgebaut wurden, oder die unvergorene Restsüsse enthalten. Deshalb präsentierte sich der Jury eine grosse Weinvielfalt, die unterschiedlichsten Konsumentenwünschen gerecht wird. «Müller-Thurgau-Weine passen längst nicht mehr nur zum Apéro und zu Fisch», stellte denn auch ein Jurymitglied fest.
«Die Thurgauer Weine, eingereicht zu dieser Leistungsdegustation, waren internationaler als noch vor ein paar Jahren», bilanzierte der Technische Leiter, Walter Deppeler von der Weinbaugenossenschaft Schinznach. Das heisst auch, dass man den Vergleich nicht scheuen muss. Dass man hiermit näher an die «grosse Weinwelt» heranrückt, soll aber nicht Uniformität der Tropfen fördern. Auch deshalb schlugen sich in der Benotung Kriterien wie die Reintönigkeit und die Typizität nieder.



























