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Besondere Leistungen erkennen und fördern

Neckertal/SG. Mit dem «Stein des Anstosses» hat der Rotary Club Neckertal einen Preis geschaffen, der sich an Jugendliche richtet.

Ausgezeichnet werden junge Menschen, welche sich mit besonderen Leistungen hervorheben. Erste Preisträgerin ist die neuneinhalbjährige Jasmin Giger aus Wald-Schönengrund. Sie gehört in den Laufdisziplinen schweizweit zu den schnellsten ihrer Altersklasse.

«Es gibt viele Jugendliche, an denen wir positiven Anstoss nehmen können», ist Werner Alder überzeugt. Er ist Mitglied des Rotary Club Neckertal und hat den «Stein des Anstosses» initiiert. Der Preis richtet sich denn auch an junge Menschen aus dem Neckertal, die etwas leisten, etwas bewegen und Spitzenleistungen erbringen – sei es in Beruf, Sport, Kultur, Gesellschaft oder Schule. «Mit der Vergabe dieses Preises wollen wir solche Jugendliche anspornen, sie fördern», betont Werner Alder.

Übergabe an symbolträchtigem Ort
Am vergangenen Mittwoch wurde der «Stein des Anstosses» erstmals vergeben. Dazu wählte man mit der gedeckten Holzbrücke in Anzenwil (Gemeinde Neckertal) einen symbolträchtigen Ort. Für Bruno Vogt, Präsident des Rotary Club Neckertal, überwindet die Brücke Hindernisse und wirkt verbindend. «Und unter der Brücke fliesst mit dem Necker jener Fluss, der die Landschaft und die Bewohner des Neckertal prägt.» Speziell ist auch der Stein, der den Preis ziert. Dazu Werner Alder: «Einst war er Teil eines Felsens, hat sich vor langer Zeit infolge der Erosion losgelöst, seinen ursprünglichen Standort verlassen und sich weiter bewegt.

Wir haben dem Necker vor kurzem einen unscheinbaren gräulichen Stein entnommen und diesen so geschliffen, dass seine Farbe voll zur Geltung kommt. So wurde er zum Unikat und steht als Symbol für Härte, Kraft, Konstanz und Ausstrahlung.» Dieser vom Mogelsberger Heinz Fluck bearbeitete Stein soll nun der jungen Nachwuchssportlerin Jasmin Giger bei der Förderung ihrer speziellen Begabung Anstoss sein.

Leichtathletin mit grossem Potenzial
Die noch nicht einmal zehn Jahre alte Jasmin Giger ist eine würdige Preisträgerin. Dem Sport im Allgemeinen und der Leichtathletik im Speziellen gehört die ganze Leidenschaft des Mädchens. Ihre Vorliebe gilt dem Laufen. Und sie läuft so schnell, dass sie hierzulande in ihrer Altersklasse kaum Gegnerinnen hat. An den Cross-Schweizer-Meisterschaften verteidigte Jasmin Giger im März dieses Jahres jenen nationalen Titel, den sie bereits im letzten Jahr gewann. Und auch bei «Mille Gruyère», einem Nachwuchsprojekt des Schweizerischen Leichtathletik-Verbandes zeigte sie sämtlichen Gegnerinnen ihrer Altersklasse die Meisterin.
Zweimal pro Woche trainiert das Nachwuchstalent des TV St.Peterzell unter fachkundiger Anleitung von Werner Raschle.

Dieser ist überzeugt, dass in Jasmin ein grosses Potenzial schlummert. Und das nicht nur in den Laufdisziplinen, sondern auch im Weit- und Hochsprung. «Sie verfügt über eine herausragende Grundschnelligkeit und Sprungkraft. Jasmin ist wie eine Feder und ihre Bewegungen geprägt von einer Leichtigkeit», kommt er ins Schwärmen. Noch stehe sie allerdings erst am Anfang ihrer sportlichen Karriere, eine möglichst breite Ausbildung ist derzeit das Ziel. Erst im Alter von 15 Jahren erfolgt eine Spezialisierung. In welche Richtung diese bei Jasmin gehen wird, ist laut Werner Raschle noch offen.  

Sport und Spass im Einklang
Etwas scheu, wie es ihrem Naturell entspricht, dafür mit einem umso strahlenderen Lächeln nimmt Jasmin den Preis aus den Händen von Werner Alder entgegen. Und keiner zweifelt daran, dass sie sich auch in Zukunft mit aussergewöhnlichen Leistungen für die Unterstützung durch den Rotary Club Neckertal bedanken wird.  Dafür sorgt sie selber mit ihrem nimmermüden Einsatz, ihr Trainer mit seiner fachkompetenten Begleitung und ihre Eltern mit einem Umfeld, das Sport und Spass im Einklang hält.

St.GallenSt.Gallen / 30.04.2009 - 14:26:02