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Bergwirtschaft «Tierwis» unter neuer Führung

Schwägalp/AR. Brigitte und Hampi Schoop sind die neuen Wirtsleute in der Bergwirtschaft Tierwis am Weg von der Schwägalp hinauf zum Säntis.

Sie haben die Liegenschaft auf 2085 Metern über Meer von der Bauunternehmung Säntis AG gekauft. Zuvor war die «Tierwis» während 31 Saisons von Marianne und Heiner Keimer geführt worden

Diese Tage ist die «Tierwis» auf dem Grundbuchamt der Gemeinde Wildhaus, auf deren Gemeindegebiet sich die Bergwirtschaft grösstenteils befindet, an die neuen Besitzer verschrieben worden. «Damit wird für mich ein Traum wahr, habe ich doch schon seit Jahren ganz im Stillen immer wieder daran gedacht, wie reizvoll es wäre, die Tierwis zu führen», sagt Hampi Schoop, der sich als Urnäscher und als patentierter Bergführer dem Alpstein stark verbunden fühlt.

Betrieb bereits gut angelaufen
Das neue Bergwirteehepaar wird die «Tierwis» mit ihren 55 Schlafplätzen im gleichen Stil betreiben wie ihre Vorgänger. Brigitte Schoop führt die Wirtschaft unter der Woche zusammen mit einer Angestellten, Hampi Schoop wird das «Tierwis»-Team an den Wochenenden sowie während der Hauptsaison tatkräftig unterstützen. Daneben wird er weiterhin in seinem Hauptberuf als Produktionsleiter bei der Säntisprint in Urnäsch arbeiten.

Die ersten Erfahrungen haben die neuen Wirtsleute bereits hinter sich, «der Betrieb ist ganz gut angelaufen und wir freuen uns in den kommenden Wochen auf viele Bergwanderer», sagt Brigitte Schoop. Die «Tierwis» ist von der Schwägalp beziehungsweise dem Säntis her und auch vom Toggenburg aus erreichbar. Bergwirtschaft und «Dépandence» stehen auf St.Galler Boden, das WC-Häuschen und die Talstation der eigenen Warentransportbahn unten auf der Schwägalp beanspruchen hingegen Ausserrhoder Kantonsgebiet.

Tradition wird weiter leben

Die Bergwirtschaft Tierwis am steilen Aufstieg von der Schwägalp auf den Säntis befand sich während mehr als 30 Jahren im Besitz der Bauunternehmung Säntis AG, Urnäsch, deren Aktien zu 100 Prozent den Familien Biasotto, Urnäsch, und Giezendanner, Ebnat-Kappel, gehören. Diese Besitzverhältnisse gehen auf die Siebzigerjahre zurück, als die neue Talstation und der Ausbau auf dem Säntisgipfel realisiert worden sind. Die heute nicht mehr operativ tätige Bauunternehmung Säntis AG hat damals sämtliche Baumeisterarbeiten ausgeführt.

Als die Tierwis zum Kauf stand, griffen die Verantwortlichen zu, nicht zuletzt weil Adolf Biasotto-Polli ein eigentlicher «Tierwis»-Fan war und dies Zeit seines Lebens immer geblieben ist. Praktisch zeitgleich mit dem Kauf der «Tierwis» übertrug die Bauunternehmung Säntis AG dem Urnäscher Ehepaar Heiner und Marianne Keimer-Manser die Führung der Bergwirtschaft.

Nachdem Keimers im vergangenen Herbst altershalber für immer Abschied von der «Tierwis» nahmen, musste eine neue Lösung für die Bergwirtschaft gesucht werden. Unter mehreren Interessenten erhielten schliesslich Brigitte und Hampi Schoop den Zuschlag. «Wir sind überzeugt, dass mit dem Verkauf ans Ehepaar Schoop die Tierwis-Tradition weiter leben wird», zeigt sich Dölf Biasotto zuversichtlich.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 22.06.2009 - 08:54:25