«Belastende Momente für die Polizei»
Der Fall vom vermissten Mädchen «Ylenia» ist selbst für Polizisten eine enorme Belastung. Ein Augenschein über ihre Arbeit.
appenzell24.ch hat mit Hans Eggenberger, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen, über die Arbeit der Polizei im Fall «Ylenia» gesprochen. Er spricht von einer Arbeit, die für die Polizisten enorm belastend ist.
Wo wurde heute die Suche nach Ylenia fortgesetzt?
Die Suche läuft in diversen Sektoren im Grossraum Oberbüren. Ebenfalls läuft die Suche im ganzen Appenzellerland.
Wie viele Personen arbeiten zurzeit an diesem Fall?
Die Kantonspolizei St. Gallen hat gegenwärtig über 50 Polizisten vor Ort. Zeitgleich arbeiten natürlich auch mehrere Dutzend Mitarbeiter im Hintergrund an diesem Fall.
Werden die Polizisten speziell betreut?
Zurzeit hatten wir noch keine Zeit, um uns um die Betreuung unsere Mitarbeitenden zu kümmern, da wir unter grossem Druck stehen. Jeder Polizist ist aber hoch motiviert, dieses Mädchen zu finden.
Im Fall «Ylenia» muss fortdauernd mit dem Unerträglichsten gerechnet werden, was auf den Menschen doch sehr belastend wirk. Trotz Ungewissheit basiert diese Arbeit aber auf höchster Professionalität, was von einem Polizisten verlangt werden darf. Das ist unsere Arbeit. Mit Situationen, wo wir auf einen Verkehrsunfall treffen und nicht wissen was uns erwartet, haben wir fast täglich fertig zu werden.
Können Ihre Mitarbeitenden auf psychologische Hilfe zählen?
Jeder Polizist hat immer die Möglichkeit, auf unsere psychologischen Hilfen zu zählen.
Sind auch Familienväter und -mütter dabei, die nach dem vermissten Mädchen suchen?
Wir arbeiten momentan völlig an unserem Limit und brauchen alle verfügbaren Mittel, die uns zur Verfügung stehen. Familienväter und -mütter können sich jedoch fast noch etwas besser in die Lage der Mutter von Ylenia versetzen. Die werden dann noch genauer und noch intensiver arbeiten.
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