Behördengänge vermehrt elektronisch abwickeln
TG. Mit einem vergrösserten E-Government-Angebot sollen die kantonale Verwaltung und die Thurgauer Gemeinden ihre Dienstleistungen noch effizienter und kundenfreundlicher erbringen.
Der Regierungsrat hat eine E-Government-Strategie Thurgau genehmigt, die diese Ziele verfolgt und die in Zusammenarbeit mit dem Verband Thurgauer Gemeinden erarbeitet worden ist.
Unter E-Government versteht man die Nutzung von Mitteln der Informations- und Kommunikationstechnik in Regierung und öffentlicher Verwaltung. Dazu gehören unter anderem der E-Mail-Verkehr und ein umfassendes Internetangebot, das über die reine Präsentation von Informationen hinausgeht, indem beispielsweise Geschäfte oder Prozesse online abgewickelt werden können.
Der Kanton Thurgau und seine 80 Gemeinden verfügen bereits heute über ein umfangreiches Informations- und Interaktionsangebot im Internet, und auch im Bereich der Transaktionen, das heisst der vollständig elektronischen Abwicklung von Verwaltungsleistungen, ist bereits eine erhebliche Anzahl von Anwendungen umgesetzt worden.
Mit der nun genehmigten E-Government-Strategie Thurgau ist eine Grundlage geschaffen worden, um E-Government bei Institutionen des öffentlichen Rechts im Kanton Thurgau zielgerichtet und koordiniert weiterentwickeln zu können. Dabei orientiert sich die kantonale Strategie an der E-Government-Strategie Schweiz aus dem Jahr 2007. Diese formuliert als Ziele, dass die Wirtschaft den Verkehr mit den Behörden elektronisch abwickelt, dass die Behörden untereinander elektronisch verkehren und dass die Bevölkerung die wichtigen und häufigen Geschäfte mit den Behörden elektronisch abwickeln kann.
Aufgrund dieser übergeordneten Ziele sind in der E-Government-Strategie Thurgau unter anderem die folgenden Leitlinien festgelegt. Der Kanton Thurgau und die Gemeinden verwirklichen über alle staatlichen Stufen hinweg einen umfassenden elektronischen Amtsverkehr, für die Wirtschaft und die Bevölkerung ist der elektronische Amtsverkehr eine zukunftsweisende Alternative und er dient der Förderung der Standortattraktivität.
Zu diesem Zweck soll in der kantonalen Verwaltung eine entsprechende Organisation bestehend aus einem Auftraggeber, einem Steuerungsausschuss und einer Koordinationsstelle aufgebaut werden. Im Steuerungsausschuss nehmen Vertreter des Kantons und der Gemeinden Einsitz. Die vorgesehene Koordinationsstelle wird aufgrund der nun genehmigten Strategie ab 2010 einen Umsetzungsplan ausarbeiten. Dieser besteht aus einem Projektportfolio und einer Roadmap. Das Projektportfolio enthält die Projekte, die der Umsetzung der Strategie dienen. Die Roadmap zeigt die Projekte und ihre wichtigsten Phasen in der Zeitachse. Damit wird transparent, wann welche Ergebnisse vorliegen und somit die strategischen Ziele erreicht werden. Vorgesehen ist, auch die Gemeinden des Kantons Thurgau in die Umsetzung mit einzubeziehen. So wird angestrebt, mit allen Gemeinden eine Vereinbarung bezüglich der Zusammenarbeit im Bereich E-Government abzuschliessen.



























