Befällt der Feuerbrand erneut die Obstbäume?
AR. Im Kanton St.Gallen ist das Antibiotika Streptomycin neu in Obstanlagen zugelassen. Für Ausserrhoden wird sich nicht viel ändern, da kein Gesuch zum Einsatz von Antibiotika eingegangen ist.
Nachdem im letzten Jahr die meisten Kernobstbäume im Kanton AR vom Feuerbrand befallen wurden, wird mit Spannung die Blütezeit 2008 erwartet. Es wurden letztes Jahr viele Sanierungsmassnahmen durchgeführt, das heisst Rückschnitte oder -risse an Bäumen, wo Triebinfektionen gefunden wurden, oder Rodungen, wenn andere Massnahmen nicht erfolgversprechend waren. Die meisten Befallsstellen waren Blüteninfektionen, die sich im Laufe des Sommers nicht weiter entwickelten. Man hätte glauben können, dass diese ausgetrocknet seien. Bei Untersuchungen von solchen Blütenbüscheln konnten aber im Labor lebende Feuerbrandbakterien nachgewiesen werden.
Wie viele Bakterienüberwinterungsstellen erfroren oder ausgetrocknet sind oder im Frühjahr wieder aktiv werden, wird sich zeigen. Entscheidend sind die Witterungsbedingungen während der Kernobstblüte. Im Kanton Appenzell Ausserrhoden werden die Feuerbrandkontrollen nach der Blüte wiederum flächendeckend durchgeführt. Es ist ein Anliegen, die noch vorhandenen Streuobstbestände zu erhalten und den Infektionsdruck für neu gepflanzte Bäume möglichst tief zu halten.
Um die Bäume vor Feuerbrand zu schützen sind verschiedene Mittel zugelassen. Das Antibiotika Streptomycin darf in der Schweiz dieses Jahr zum ersten Mal eingesetzt werden, unter strengen Auflagen und nur in Obstanlagen. Im Kanton Ausserrhoden sind keine Anfragen für dessen Einsatz eingegangen.
Feuerbrand im Kanton Ausserrhoden: www.ar.ch/feuerbrand
Informationen zum Feuerbrand in der Schweiz: www.feuerbrand.ch



























