Bedürfnisabklärung bei den Jugendlichen
Appenzell/AI. Welche Freizeitbeschäftigungen fehlen in Appenzell? Was wünschen sich die Jugendlichen in oder für Appenzell? Wo drückt der Schuh?
Diese Fragen stellte die Jugendkommission (Juko) den Jugendlichen ab der 6. Klasse im Inneren Landesteil. Die Umfrage wurde mit einem kleinen Wettbewerb mit tollen Preisen gekoppelt – trotzdem überrascht der Rücklauf von 635 Fragebogen und darf schon fast als repräsentativ bezeichnet werden.
Am 1. September wurde nun in einem kleinen feierlichen Rahmen die Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentiert und die Preise den jugendlichen Gewinnern übergeben.
Jugendkommission
Die Jugendkommission ist eine interdisziplinäre Kommission für den inneren Landesteil, unter dem Vorsitz von Herrn Landammann Carlo Schmid-Sutter, in der Jugendvertreter der einzelnen Schulen, Vertreter der Bezirks-, Schul- und Kirchgemeinden, des Sozialamtes, der Jugendarbeit und des Erziehungsdepartements Einsitz haben. Die Juko setzt sich für die Anliegen der Jugendlichen ein. Nebst der finanziellen Unterstützung von verschiedenen Anlässen war sie auch bei verschiedenen Projekten wie z.B. FilmApp, Informationstafel der Jungen (vor dem Gebäude der Kantonalbank), Selbstverteidigungs- und Tanzkursen massgeblich beteiligt.
Ergebnisse der Umfrage:
Kurswünsche:
Absolute Renner mit über 200 Nennungen waren: Zeichnen, digitale Bildbearbeitung, Tanzen (Hip Hop), Schminken & Kosmetik und Fotografie gefolgt von Hairstyling, Pokern, Selbstverteidigung, Billard und dem Herstellen einer eigenen Hompage.
Freizeitanlagen:
Weit über 200 Jugendliche wünschen sich ein Kino in Appenzell. 77 möchten ein Shoppingcenter, je über 60 äusserten sich für einen MC Donald oder Gastronomiebetrieb für Jugendliche und je um die 40 machten sich für einen Erlebnispark, Go-Kartbahn, Kletterhalle, Hallenbadausbau, Skaterpark oder eine Wasserrutschbahn stark.
Events, Veranstaltungen:
In diesem Segment schwang mit je über 60 Nennungen der Wunsch nach einer Lanparty oder einem Openair für Jugendliche oben aus.
Zufriedenheit:
Bei der Frage nach offenen Wünschen zeigten sich 26% mit den vorhandenen Angeboten im Kanton zufrieden und nannten keinerlei Wünsche. Besonders viele Wünsche wurden im Bereich bessere ÖV-Verbindungen, öffentliche Räume für Jugendliche, zu teure Eintrittspreise, fehlender Skaterpark geäussert. Erstaunlich oft wurde das Nichteinhalten von Regeln und fehlender gegenseitiger Respekt zwischen den Generationen bemängelt.
Partizipation:
Erfreulicherweise sind 28% der Befragten bereit, an einem -von ihnen gewünschten- Projekt mitzuarbeiten.
Weiteres Vorgehen:
Die Juko wird nun die Umfrage genauer analysieren. Ziel ist es, einige lang- wie kurzfristige Projekte, insbesondere Kurswünsche, auszuwählen und zusammen mit Jugendlichen zu realisieren. Die Kurse werden zu gegebener Zeit öffentlich ausgeschrieben. Bei anderen Anliegen ermundert und unterstützt die Jugendkommission die Jugendlichen, die Initiative zur Verwirklichung dieser Anliegen zu ergreifen und zu einem erfolgreichen Ende zu führen.



























