Bauen in Innerrhoden – wohin?
Appenzell/AI. Die Gruppe für Innerrhoden (GFI) lädt im Rahmen ihres 40-Jahr-Jubiläums die Innerrhoder Bevölkerung zu einer Neuauflage des Forums «Appenzell – wohin?» ein.
Diese öffentliche Veranstaltung findet am Freitag, 4. Dezember, um 20 Uhr im „Foyer dal Cappuccino“ im Gymnasium St. Antonius in Appenzell statt. Thema ist die Bau- und Siedlungsentwicklung in Innerrhoden.
Während der Phase, in der das Innerrhoder Baugesetz überarbeitet wird, möchten wir die Bevölkerung an einer konstruktiven Diskussion über diese wichtige und brisante Thematik beteiligen. Unser Kanton steht vor einer wichtigen Weichenstellung. Die Art und Weise, wie die Landschaft überbaut wird, stimmt uns nachdenklich. Momentan breitet sich ein konzeptlos wirkender „Siedlungsbrei“ aus, ohne Bezug zu unserer typisch appenzellischen Landschaft. Bauten in spezifischer Innerrhoder Bauart vermischen sich mit Villen in mediterranem Stil, Glaspalästen und Mehrfamilienhäusern wie in Agglomerationen unserer Städte. Es stellt sich die Frage, wie neue Entwicklungen und Strömungen im Bauwesen in unser Landschaftsbild mit seinen typischen Stilelementen integriert werden können.
Interkantonaler Steuerwettbewerb und Bauentwicklung
Die GFI weist auch immer wieder auf Zusammenhänge zwischen dem interkantonalen Steuerwettbewerb und der Bauentwicklung in unserem Kanton hin. Baulandpreise und Mietzinsen steigen ins Unerschwingliche. Die Landschaft wird mehr und mehr zubetoniert. Zudem stellen wir uns die Frage, wie der spekulative Wohnungsbau eingegrenzt werden kann.
An unserer Podiumsveranstaltung möchten wir über die Bau- und Siedlungsentwicklung in unserem Kanton mit der Bevölkerung Innerrhodens diskutieren. Es referiert Niklaus Ledergerber (Präsident der „Kantonalen Fachkommission Denkmalpflege AI“) über die Appenzellische Bautradition. Danach illustriert Niklaus Fritsche (Gruppe „Appenzellisches Baugesetz“) die aktuelle Entwicklungen im Bauwesen Innerrhodens. In der anschliessenden Diskussion beteiligt sich nebst den beiden Referenten auch der Bauherr Stefan Sutter als Vorsteher des Bau- und Umweltdepartements. Zudem nimmt mit Sandro Lussmann (Architekturstudent ETH) ein Vertreter der jungen Generation daran teil. Unter Leitung des Journalisten Stefan Millius werden auf dem Podium und mit dem Publikum aktuelle und zukünftige Entwicklungen in unserem Kanton diskutiert.
Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung der Innerrhoder Bevölkerung und hoffen, dass sich auch Junge einbringen werden, denn gerade sie werden zukünftig einschneidend von dieser Thematik betroffen sein.



























