Barriere für Raser
Romanshorn. Zwei Anwohner erlaubten sich einen 1.-April-Scherz: Sie errichteten eine Barriere für Autofahrer und liessen diese eine Gebühr für die Durchfahrt bezahlen. Damit wollten sie auf die Raserproblematik an der Hafenstrasse aufmerksam machen.
Die beiden «1.-April-Aktivisten», wie sie sich selbst nennen, verkleideten sich, um nicht von Bewohnern erkannt zu werden. Mit leuchtenden orangenfarbigen Anzügen, einer Informationstafel und einer Barriere hielten sie laut dem «Tagblatt» den ganzen Tag Autofahrer an der unteren Hafenstrasse an.
«Grüezi, wir machen einen Versuch, mittels Barriere eine Verkehrsberuhigung zu erlangen.», informierten sie die Lenker und verkauften ihnen einen Fahrbewilligungsschein für einen Franken.
Allzu hart griffen die beiden vermeintlichen Verkehrspolizisten aber nicht durch: Wer nicht bezahlen wollte, der durfte auch passieren. Denn Manuel Bilgeri und sein Kollege wollten die Leute nicht verärgern. Die meisten Autofahrer waren aber bei dem Spass dabei und so nahmen die beiden Aktivisten rund 100 Franken ein: eine kleine Aufwandentschädigung.
Laut dem «Tagblatt» waren die Fussgänger von der Idee grösstenteils begeistert: Die Anwohner warten schon seit Jahren auf eine Lösung für die Lärmemission und die Raser, welche sich im Sommer an der Hafenstrasse vergnügen. Da kamen ihnen die beiden Scherzkekse gerade recht.



























