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Bahnen, Halle 7 und wie weiter?

«Die Olma und ich». Eine kleine «Strafaufgabe», wie sie unser Chef genannt hat. Ich versuche es doch mal - auch wenn «Strafaufgaben» in meinem Fall schon Jahre zurückliegen.

Zum Begriff «Olma» fällt mir als richtige St.Gallerin natürlich so einiges ein. Schliesslich bin ich ja damit aufgewachsen. Die Olma veränderte sich im Laufe der Jahre und auch meine persönlichen Schwerpunkte…

Als Kind standen der Jahrmarkt und das Magenbrot im Vordergrund. Das war jeweils das Highlight des Jahres. Ich liebte es, Bahnen zu fahren. Das Geld dazu musste ich mir jeweils verdienen. Einen «Batzen» bekam ich auch immer von meinen Grosseltern. Hätte ich mehr Geld gehabt, wäre ich wahrscheinlich zehn Tage lang nur Bahnen gefahren. Wahrscheinlich war’s deshalb ganz gut so.

Im Laufe der Jahre bekam dann die Degustationshalle einen immer wichtigeren Stellenwert. Sie war sozusagen der Treffpunkt schlechthin. Die gute alte Halle 7. Weil ich als Kanti-Schülerin auch während den «krassen» Olma-Zeiten nicht viel Geld hatte, ist mir der 3.50-Franken Wein von der Epa nocht bestens in Erinnerung. Klare Erinnerungen an die Olma selbst, habe ich hingegen nicht viele. Nur eines weiss ich noch genau: Das Anstehen bei den WCs war immer unglaublich mühsam. Die Variante «Halle kurz verlassen» relativ kalt, aber eine Alternative. Etwas unappetitlicher war die Variante «Männerklo benutzen». Nach der Halle 7 gings dann jeweils weiter ins Festzelt. Damals gab es den trendigen Talhof ja noch nicht. Heute frage ich mich schon, wie ich es in diesem Festzelt jeweils ausgehalten habe… Der Weg zum Festzelt führt ja bekanntlicherweise über den Jahrmarkt und so kam es jeweils, dass ich schon noch auf der einen oder anderen Bahn landete. Ob das wirklich die beste Idee war? Wohl eher nicht.

Nun gut, ich wurde älter. Ob ich auch weiser wurde, sei dahingestellt. Jedenfalls besuche ich die Olma auch heute noch gerne. Aber es ist anders. Mir gefällt heute auch die Ausstellung selbst. Der Spaziergang durch den Jahrmarkt, einmal mit dem Riesenrad fahren – auf allen anderen Bahnen wird mir schwindelig – den Stadtpark mit seinen herbstlichen Farben geniessen – einfach schön. Von der Degustationshalle habe ich Abstand genommen. Einmal Halle 45 reicht. Lustig ist es jeweils trotzdem. Auch, weil ich jeweils viele Leute treffe, die ich sonst nur selten sehe. Und natürlich auch andere, die ich eigentlich nicht sehen will. Das Gute daran ist, dass die meisten so betrunken sind, dass sie nicht merken, wenn ich «dringend» weiter muss.

Wie wird es wohl weitergehen mit mir und der Olma? Ich bin gespannt und lasse mich überraschen. Eines ist aber klar: Bratwurst, Magenbrot und Olma – einmal im Jahr – muss einfach sein und wird es auch immer müssen.


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Appenzell InnerrhodenAppenzell Innerrhoden / 30.09.2007 - 12:52:00