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Autorenteam für Werkbiographie Alfred Huggenberger verpflichtet

TG. Ende Oktober 2008 hat der Regierungsrat beschlossen, eine breit angelegte, wissenschaftlich fundierte Werkbiographie über den Thurgauer Schriftsteller Alfred Huggenberger erarbeiten zu lassen.

Jetzt hat das Departement für Erziehung und Kultur ein Autorenteam verpflichtet. Aus rund 75 Bewerbungen wurden die Zürcher Germanistin und Journalistin Rea Brändle sowie der Basler Historiker Mario König ausgewählt.

Das Leben und Wirken des Thurgauer Schriftstellers Alfred Huggenberger (1867-1960) soll nach dem Willen des Regierungsrates eingehend untersucht und in einer leicht verständlichen Werkbiographie dargestellt werden. Alfred Huggenberger war einer der meistgelesenen Heimatschriftsteller seiner Zeit. Als Lyriker und Verfasser von Erzählungen, Romanen und Schwänken griff er häufig Stoffe des bäuerlichen Alltags auf.

Nach einer durch die SBB abgesagten Taufe eines Intercity-Zuges flammte im Dezember 2006 die Diskussion um Huggenbergers Haltung zum Dritten Reich wieder auf. Eine von Staatsarchivar André Salathé abgefasste Projektskizze kam in der Folge zum Schluss, es sei angezeigt, den «ganzen Huggenberger» ins Auge zu fassen und seinen äusseren sowie inneren Lebensgang in einer Werkbiographie wissenschaftlich zu erforschen und darzustellen. Für die Begleitung des Buchprojekts setzte der Regierungsrat eine Projektgruppe unter der Leitung von Paul Roth, Generalsekretär des Departements für Erziehung und Kultur, ein und bewilligte einen Beitrag von 320’000 Franken aus dem Lotteriefonds. Der Historische Verein des Kantons Thurgau, der das Buch in der Reihe «Thurgauer Beiträge zur Geschichte» herausgeben wird, beteiligt sich mit 50’000 Franken am Projekt.

Aus rund 75 Bewerbungen hat die Projektgruppe nun ein Autorenteam ausgewählt und es beauftragt, bis zum Frühling 2012 ein 250- bis 300-seitiges Werk zu erarbeiten. Verpflichtet wurden die Zürcher Germanistin und Journalistin Rea Brändle sowie der Basler Historiker Mario König.

Rea Brändle (56) wuchs in der Ostschweiz (Obertoggenburg) auf und studierte Germanistik mit Schwerpunkt Schweizer Literatur an der Universität Zürich. Während mehrerer Jahre arbeitete sie als Kulturredaktorin beim «Tages-Anzeiger». Später zog sie sich aus dem Tagesjournalismus zurück, um längerfristige Projekte zu realisieren. Neben biografischen Texten für Künstlermonographien entstanden eigene Bücher und Theaterstücke über Figuren aus dem Toggenburg.

Der promovierte Historiker Mario König (62) befasst sich schon seit langem mit Themen der schweizerischen Sozial- und Wirtschaftsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Besonders interessieren ihn auch die schweizerisch-deutschen Beziehungen im 20. Jahrhundert. Verbindungen zur Ostschweiz bestehen unter anderem durch seine Co-Autorschaft bei der Buchpublikation über die Firmengeschichte des Arboner Technologiekonzerns Saurer (2003).

ThurgauThurgau / 25.09.2009 - 08:40:09