Ausverkaufte Premiere im Vereinshaus

Wängi. Die Theatergruppe Wängi feierte eine erfolgreiche Premiere des Stücks «Liebesküsse aus Moskau». Jörg Zehnder von der Theatergruppe berichtet.

Bereits am 19.15 Uhr letzten Samstagabend bildeten sich vor dem Vereinshaus lange Schlangen. Die Anwesenden warteten auf die Türöffnung für die Premiere des Zweiakters «Liebesküsse aus Moskau», aufgeführt durch die Theatergruppe Wängi. Und schon beim Einlass wurde man zurückversetzt in die Zeit des Kalten Krieges, begrüssten einen dort doch charmante sowjetische Soldatinnen. Und vor der eigentlichen Aufführung war auf einer Leinwand ein Vorspann zu sehen, der nicht nur die Mitwirkenden vorstellte, sondern auch Bilder aus Moskau zeigte; das Ganze untermalt mit russischer Musik.

Als es dann um acht Uhr pünktlich los ging, waren die Zuschauer bereits bestens eingestimmt auf die Zeit und die Umgebung, in der die Handlung des Zweiakters spielte. Der verheiratete und eigentlich verklemmte Beamte im britischen Aussenministerium, John Prichard (dargestellt von Beat Krähemann), betritt mit der adretten Bankangestellten Vicky (Tanja Scheidegger) die Suite des Moskauer Intouristhotels. Die Einrichtung ist natürlich nicht modern, sondern eher marode, aber wenigstens scheint das Schlafzimmer gemütlich zu sein. Das Paar kommt allerdings gar nicht dazu, sein Liebesnest ausgiebig zu testen, denn zum einen tauchen plötzlich Margret (Coni Huber) und Harry (Jörg Zehnder) Featherstone im Hotel auf – Bekannte aus dem Wimbledoner Golfclub – und zum anderen verletzt sich John so unglücklich, dass er die weitere Zeit seines Aufenthaltes im Bett verbringen muss. So ans Bett gefesselt, wird John von Oberst Anya (Barbara Küttel) und Feldwebel Moshaisky (Christian Wanner), zwei KGB-Agenten, nach allen Regeln der Kunst „verhört“.

Ob und wie sich John aus dieser misslichen Lage befreien kann, wird natürlich nicht verraten. Auf alle Fälle läuft einiges im Stück und die Darbietungen auf der Bühne mussten häufig wegen Szenenapplaus oder lang anhaltendem Lachen des Publikums kurz unterbrochen werden. Kaum enden wollender Schlussapplaus war die Belohnung für die Darsteller. Und nach der Aufführung sah man nur zufriedene Gesichter. Auch die Schauspieler waren froh, den ersten echten Auftritt fehlerfrei über die Bühne gebracht zu haben. Ein Zuschauer meinte:« Man fühlte sich wirklich zurückversetzt in die Zeit des Kalten Krieges.» Und seine Begleiterin ergänzte: «Bei mir kamen einige schöne Erinnerungen an die 80er Jahre wieder zurück. Man glaubt kaum, dass es schon über 20 Jahre her ist.»

Wer ebenfalls nochmals in die zweite Hälfte der 80er-Jahre zurückversetzt werden oder einfach einen lustigen, vergnüglichen Theaterabend geniessen möchte, hat dazu noch sechs Mal Gelegenheit, oder besser gesagt, noch fünf Mal. Die Vorstellung vom nächsten Samstag, 10. Januar 2009, ist bereits ausverkauft.

An folgenden Daten sind aber noch genügend Plätze frei: Mittwoch, 7. Januar, Freitag, 9. Januar, Sonntag, 11. Januar, Donnerstag, 15. Januar und Freitag, 16. Januar. Die Vorstellungen beginnen jeweils um 20 Uhr, ausser derjenigen vom Sonntagnachmittag, die um 14.00 Uhr beginnt. Die Reservation ist möglich bei Simone Varga, Telefon 079 811 61 66, Dienstag – Samstag von 11:00 – 14:00 Uhr, sowie unter www.theatergruppe-waengi.ch.

Thurgau / 05.01.2009 - 13:44:00
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