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Aussichtslose Opposition: HarmoS ist Realität

Ob die Stimmberechtigten im Kanton Thurgau dem interkantonalen Konkordat zustimmen oder nicht, eines ist sicher: Die Anforderungen von HarmoS sind bereits Thurgauer Schulrealität.

Zwar wird auch im Thurgau von den HarmoS-Gegnern die Einschulung von vierjährigen Kindern beklagt. Aber anders als in Luzern – wo HarmoS an der Urne abgelehnt wurde – besuchen Thurgauer Kinder schon jetzt zwei Jahre lang den obligatorischen Kindergarten.

Schulgesetz-Referendum verpasst
Ausserdem beginnen Drittklässler mit dem Englischunterricht, und später kommt Französisch als zweite Fremdsprache in der Primarschule dazu. Beides sind HarmoS-Anliegen und beide sind seit Anfang 2008 bereits Bestandteil des kantonalen Schulgesetzes.

Gegen dieses Schulgesetz hatte niemand das Referendum ergriffen. Die HarmoS-Gegner hatten diesen Schritt schlicht verpasst. Die in HarmoS enthaltenen Empfehlungen zum Angebot von Tagesbetreuung existieren im Thurgau schon seit 2007 ebenfalls in Gesetzesform.

SVP für HarmoS
Über die Einführung von Blockzeiten – auch dies eine HarmoS-Empfehlung – verhandelt das Kantonsparlament derzeit auf Grund eines Vorstosses, der schon vor HarmoS eingereicht wurde. Noch schwerer wird es für die HarmoS-Gegner im Thurgau dadurch, dass alle Parteien hinter dem Beitritt zu dem Konkordat stehen.

Anders als in St. Gallen, Zürich und Graubünden, die ebenfalls am 30. November über HarmoS abstimmen, hat sich im Thurgau auch die SVP für den Beitritt zum Harmonisierungs-Konkordat ausgesprochen. Die Gegnerschaft kommt – nebst einzelnen SVP-Mitgliedern – denn auch vor allem aus der EDU, Freikirchen und einer Sekte.

ThurgauThurgau / 02.11.2008 - 10:30:00