Aussetzung der Strompreis-Diskussion
Der Schweizerische Gewerbeverband sgv, die grösste Wirtschaftsorganisation unseres Landes, ist äusserst beunruhigt über die angekündigten Strompreiserhöhungen.
sgv im Wortlaut:
Aufschläge von über 50 Prozent, wie sie beispielsweise im freiburgischen Bulle drohen, lassen sich durch die Marktöffnung keineswegs rechtfertigen. Der sgv kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Stromwirtschaft die Inkraftsetzung des neuen Stromversorgungsgesetzes dazu benützt, ihr Netz zum zweiten Mal abzuschreiben. Es kann nicht angehen, dass sich die Elektrizitätswerke, die sich mehrheitlich im Besitz von Kantonen und Kommunen befinden, auf diese Weise klammheimlich neue Einnahmen erschliessen.
Für den sgv ist es unverständlich, dass derart massive Strompreiserhöhungen angekündigt werden, obwohl es kaum verlässliche Zahlen und Fakten gibt. Der Bundesrat und die Aufsichtsbehörde ElCom haben entsprechende Berichte für die erste Jahreshälfte 2009 in Aussicht gestellt. Angesichts der gravierenden Auswirkungen der erhöhten Stromtarife auf die KMU-Wirtschaft fordert der sgv die Landesregierung auf, dafür zu sorgen, dass die Preisdiskussion erst nach Auswertung dieser Berichte geführt wird. Bis dahin sind nur Aufschläge zu genehmigen, die Massnahmen betreffen, die vom neuen Gesetz zwingend vorgeschrieben sind.
Während der sgv auf Bundesebene agiert, werden die kantonalen und lokalen Gewerbeverbände und -vereine in der nächsten Zeit direkt bei den Elektrizitätsgesellschaften intervenieren. Der Einsatz lohnt sich, denn für viele KMU sind die geplanten hohen Strompreise schlicht nicht verkraftbar.



























