Ausschreitungen nach Kundgebungen
Bern/BE. Sonntag, 13. September 2015. Nach aktuellem Kenntnisstand wurden am Samstag, 12. September 2015, in Bern bei Auseinandersetzungen zwischen Teilnehmern zweier Kundgebungen mindestens 22 Personen verletzt. Unter den Verletzten befinden sich auch fünf Polizisten. Die Kantonspolizei Bern führt derzeit umfassende Ermittlungen rund um die Geschehnisse. Mehrere Personen wurden für Abklärungen auf eine Wache geführt.
Am Samstag haben Teilnehmer einer Gegendemonstration den Helvetiaplatz in Bern besetzt und Polizeikräfte angegriffen. Danach kam es zwischen den Gegendemonstranten und Teilnehmern einer bewilligten Kundgebung zu Scharmützeln und gewalttätigen Übergriffen.
Gemäss aktuellem Kenntnisstand wurden im Zuge dieser Auseinandersetzungen insgesamt mindestens 22 Personen verletzt, wobei nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich weitere Personen selbstständig in medizinische Behandlung begeben haben. Unter den Verletzten befinden sich fünf Polizisten. Weiter wurde ein Diensthund durch einen Fusstritt gegen den Kopf verletzt.
Wie Abklärungen ergaben stehen fünf der Verletzten in Zusammenhang mit zwei Vorfällen mit Autos abseits vom Kundgebungsdispositiv an der Schwellenmattstrasse. Ein Fahrzeug war dort aus noch zu klärenden Gründen in eine Personengruppe gefahren. Gemäss heutigem Kenntnisstand wurden dabei zwei Personen derart verletzt, dass sie wie auch der Autolenker mit der Ambulanz ins Spital gebracht werden mussten.
Ebenfalls verletzt wurde der Fahrer eines zweiten Autos. Auch er musste in Spitalpflege verbracht werden. Dazu wie der Lenker des zweiten Wagens verletzt wurde, bestehen unterschiedliche Angaben und ist folglich Gegenstand laufender Ermittlungen.
Die Kantonspolizei Bern führt derzeit umfassende Ermittlungen rund um die Geschehnisse durch. Es wurden mehrere Personen für Abklärungen auf eine Wache geführt.
Der Polizeieinsatz, der mit einem grösseren Aufgebot bewältigt wurde, dauerte bis in die Abendstunden. Dies vor dem Hintergrund, dass bezugnehmend auf die Ereignisse vom Nachmittag zu einer dritten Demonstration aufgerufen wurde.
So kam es denn gegen 20.00 Uhr vor der Schützenmatte zu erheblichen Sachbeschädigungen. Als die Polizeikräfte dort anrückten, wurden diese massiv von mehreren Personen angegriffen. Dabei wurden unter anderem Steine und Flaschen geworfen sowie Feuerwerkskörper gezündet.
Nachdem die Einsatzkräfte weiter vorrückten, zogen sich die Angreifer schliesslich in die Reithalle zurück. Die Strassen rund um die Schützenmatte mussten aufgrund der Ereignisse zweitweise für den Verkehr gesperrt und im Anschluss gereinigt werden.



























