Ausschreitungen nach dem Cupspiel YB-FCZ
Stadt Bern/BE. Am Mittwochabend ist es nach dem Cupspiel BSC Young Boys gegen FC Zürich zu Ausschreitungen zwischen den beiden Fan-Gruppierungen gekommen. Die Kantonspolizei Bern musste rund um das Stade de Suisse mehrmals einschreiten. Es kam zu elf Anhaltungen.
Bereits vor dem Cupspiel zwischen dem BSC Young Boys gegen FC Zürich kam es am Mittwochabend, 2. März 2011, zu einer Sachbeschädigung an einem Ticketing-Schalter. Dabei ging eine Scheibe zu Bruch und ein Unbeteiligter zog sich leichte Verletzungen zu. Auch während dem Match war die Stimmung bei den Fans im Stade de Suisse angeheizt. Es kam zu heftigen Provokationen und in den Fansektoren wurde massiv Pyrotechnika gezündet. Im Anschluss an das Cupspiel verliefen der Fanrückhalt und der Abmarsch der Gästefans über die Sempachstrasse zunächst friedlich. Als YB-Fans jedoch über die Winkelriedstrasse den Weg zur Sempachstrasse und die Konfrontation mit den gegnerischen Fans suchten, sah sich die Kantonspolizei Bern angesichts der hohen Gewaltbereitschaft gezwungen, den Wasserwerfer einzusetzen.
Anschliessend kam es im Bereich des S-Bahnhofs Wankdorf zu Ausschreitungen zwischen den Fan-Gruppierungen. Die Kantonspolizei Bern setzte Reizstoff und Gummischrot ein, um die Fans zu trennen. Nachdem die Anhänger des FC Zürichs den Extrazug bestiegen hatten und der Zug den Bahnhof verliess, bewarfen die YB-Fans die Kantonspolizei Bern mit Steinen. Wiederum konnte die Situation nur mit einem Mitteleinsatz beruhigt werden.
Dank des neuen Sicherheitszauns sowie dem grossen Polizeiaufgebot konnten grössere Konfrontationen zwischen den Fan-Gruppierungen verhindert werden. Unter anderem auf Grund von Videoaufnahmen wurden elf YB-Fans angehalten, befragt und anschliessend wieder auf freien Fuss gesetzt. Sie werden mit Strafanzeigen wegen Landfriedensbruch, Hinderung einer Amtshandlung oder Gewalt und Drohung gegen Beamte rechnen müssen.



























